So so­zi­al kön­nen Tat­toos sein

ZÜ­RICH. Im Tat­too-Stu­dio Black Red Tat­too muss nie­mand auf Kör­per­kunst ver­zich­ten. In­ha­ber Alex ge­währt al­len Be­dürf­ti­gen ei­nen gros­sen Ra­batt.

20 Minuten - Zurich - - Till Late - BEN­JA­MIN QUIRICO

Das Black Red Tat­too in Zü­rich ist das wohl so­zi­als­te Tat­too-Stu­dio der Schweiz. In­ha­ber und Chef-Tä­to­wie­rer Alex stammt ur­sprüng­lich aus dem Iran, den er auf­grund po­li­ti­scher Ver­fol­gung vor vie­len Jah­ren ver­las­sen muss­te. Heu­te be­treibt der ehe­ma­li­ge Flücht­ling sein ei­ge­nes klei­nes Stu­dio und lebt von dem Job, den er schon in sei­nem Her­kunfts­land ge­lernt und er­folg­reich aus­ge­führt hat.

Das Schöns­te am Tä­to­wie­rerDa­sein ist für Alex, dass er mit sei­ner Kunst die Men­schen glück­lich ma­chen kann. «Lei­der ist Geld heut­zu­ta­ge sehr wich­tig», er­klärt uns der Per­ser. Und wie er aus ei­ge­ner Er­fah­rung weiss, ist ge­ra­de ein Lu­xus wie ein Tat­too für vie­le Leu­te fi­nan­zi­ell ei­ne zu gros­se Hür­de. Des­halb bie­tet der Künst­ler spe­zi­el­le Ra­bat­te für Al­lein­er­zie­hen­de, Ar­beits­lo­se, Ler­nen­de oder an­de­re Per­so­nen, de­ren Le­bens­um­stän­de und fi­nan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten es nicht zu­las­sen, sich von ei­nem Pro­fi ge­sto­che­ne Mo­ti­ve un­ter die Haut in­ji­zie­ren zu las­sen. «Ei­nen Nach­weis brau­che ich nicht – ich bin ja nicht die Po­li­zei», sagt der Tat­too-Künst­ler mit Herz. «Ich ver­traue den Men­schen.»

Das Kon­zept geht auf: Ne­ben fi­nan­zi­ell we­ni­ger gut be­tuch­ten Kun­den kom­men auch Tat­too-In­ter­es­sier­te in sein Stu­dio, die ger­ne be­reit sind, auf Ra­bat­te zu ver­zich­ten. Seit An­fang des Jah­res bie­tet Alex je­den drit­ten Mon­tag im Mo­nat so­gar kom­plett kos­ten­lo­se Tä­to­wie­run­gen für Men­schen mit Han­di­cap an. Un­se­re Vi­deo­re­por­ta­ge aus dem Black-Re­dTat­too-Stu­dio siehst du auf Till­la­te.com

TILL­LA­TE

mit Han­di­cap so­gar kos­ten­los.

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