Com­mu­ni­ty

20 Minuten - Zurich - - People -

Wie kann man ei­ne Spe­zia­li­tät wie die En­ga­di­ner Nus­s­tor­te mo­der­ni­sie­ren, oh­ne den Cha­rak­ter zu sehr zu ver­än­dern? Die­se kniff­li­ge Fra­ge hat sich Ivo Adam ge­stellt – und nach ei­nem in­spi­rie­ren­den Be­such in der Bä­cke­rei Gi­a­co­met­ti im bünd­ne­ri­schen La­vin ei­ne über­zeu­gen­de Ant­wort ge­fun­den. Sein Fa­zit: Der fei­ne Un­ter­schied machts.

Die ent­schei­den­de Zu­tat im Re­zept des Spit­zen­kochs und ge­lern­ten Kon­di­tors sind Salz­flo­cken, die er in die Tor­ten­fül­lung gibt. Sie har­mo­nie­ren wun­der­bar mit dem Ca­ra­mel und sor­gen für ein köst­li­ches Zu­sam­men­spiel von süss und sal­zig. Mit Pi­ment-Pfef­fer bringt Ivo be­le­ben­de Schär­fe in sei­ne Nus­s­tor­te. Da­bei ach­tet er dar­auf, dass der Pfef­fer­ge­schmack spür­bar ist, aber nicht zu sehr do­mi­niert. Last but not least er­gänzt Ivo die Fül­lung mit Pi­ni­en­ker­nen. Die­se rös­tet er zu­sam­men mit den Baum­nüs­sen kurz an, da­mit sie ihr gan­zes Aro­ma ent­fal­ten kön­nen.

Ger­ne hät­te er statt Pi­ni­en­ker­nen die Ker­ne der im Bünd­ner­land hei­mi­schen Ar­ven ver­wen­det, doch die Bäu­me ste­hen un­ter Na­tur­schutz. Der klei­ne Kom­pro­miss än­dert zum Glück nichts dar­an, dass der neue Mix ei­ne tol­le Ge­schmacks­va­ri­an­te er­gibt. Die Nus­s­tor­te à la Ivo Adam schmeckt aber nicht nur wun­der­bar, sie sieht auch im Qu­er­schnitt span­nend aus. Dass die Krea­ti­on auch Tor­ten­meis­ter Ar­thur von der Bä­cke­rei Gi­a­co­met­ti über­zeugt, ist für Ivo der Rit­ter­schlag.

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