Ma­sern sind kei­ne harm­lo­se Kin­der­krank­heit

20 Minuten - Zurich - - Auftakt -

War­um muss man imp­fen?

Um die Ma­sern aus­zu­rot­ten, müss­te die Impf­quo­te 95 Pro­zent be­tra­gen. Doch so weit ist man noch lan­ge nicht (sie­he Box rechts). Da­bei schützt nur die Imp­fung ge­gen Ma­sern. Oh­ne kommt es bei je­dem Zehn­ten zu Kom­pli­ka­tio­nen. Ei­ne von 3000 Per­so­nen stirbt an Ma­sern.

Wie wirk­sam ist die Imp­fung?

Sie bie­tet ei­nen 95-pro­zen­ti­gen Schutz. Nur ei­ner bis acht von 100 Ge­impf­ten be­kom­men Ma­sern, nach­dem sie dem Vi­rus aus­ge­setzt wa­ren. Von den nicht Ge­impf­ten ste­cken sich et­wa 90 an.

Wo­her stammt die Idee, die Imp­fung füh­re zu Au­tis­mus?

Aus ei­ner Stu­die von 1998, die zu­rück­ge­zo­gen wur­de – weil Au­tor And­rew Wake­field Be­wei­se ma­ni­pu­liert hat­te. An der Idee ist nichts dran, wie meh­re­re Stu­di­en zeig­ten.

Wie­so ha­ben ei­ni­ge Kin­der nach der Imp­fung Au­tis­mus?

Das scheint nur so: Die ers­ten Stö­run­gen bei Au­tis­ten tre­ten im Al­ter von 18 bis 20 Mo­na­ten auf – al­so dann, wenn 95 Pro­zent der Kin­der ge­impft wer­den.

Über­las­tet die Imp­fung nicht das Im­mun­sys­tem der Kin­der?

Nein. Kin­der sind täg­lich Tau­sen­den von An­ti­ge­nen aus­ge­setzt, die Imp­fung da­ge­gen ent­hält nur rund 300 An­ti­ge­ne.

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