«Mor­tal Kom­bat 11»: Fa­ta­ler Kampf für blu­ti­ge An­fän­ger

BEAT’EM-UP. Mit «Mor­tal Kom­bat 11» kehrt das bru­tals­te al­ler Prü­gel­spie­le zu­rück. Nicht al­les haut ei­nen um.

20 Minuten - Zurich - - Gamezone - JAN GRA­BER

Prü­gel­spie­le wie das neus­te «Mor­tal Kom­bat 11» zu be­herr­schen, ist wie mit ma­nu­ell ge­schal­te­ten Au­tos fah­ren zu ler­nen. Oder Schlag­zeug spie­len. Meh­re­re Hand­lun­gen müs­sen an­ein­an­der­ge­reiht im kor­rek­ten Ti­ming aus­ge­führt wer­den. Mit dem Un­ter­schied, dass in «Mor­tal Kom­bat 11» al­les sehr viel schnel­ler pas­sie­ren muss.

Wer die neus­te Aus­ga­be des Prü­gel­spiels be­herr­schen will, muss zu­nächst al­so viel üben. Das Ga­me bie­tet ei­ne rie­si­ge Aus­wahl an Schlag-, Hieb-, Stech- und Kill-Kom­bos, so dass An­fän­ger al­lein schon im Tu­to­ri­al an ihr Li­mit kom­men. Das birgt Frust­po­ten­zi­al, denn bis je­de Kom­bo sitzt, geht der ei­ge­ne Kämp­fer dut­zend­fach k. o. Wo­bei der K. o. in «Mor­tal Kom­bat» ei­ne tra­di­tio­nell blu­ti­ge An­ge­le­gen­heit ist. Das Licht­lein ge­löscht wird den un­ter­lie­gen­den Op­po­nen­ten näm­lich in ul­trab­ru­ta­len Fi­nis­hing-Mo­ves. Mit der gra­fi­schen Leis­tung ak­tu­el­ler Spiel­kis­ten ist die Darstel­lung der Ge­walt­or­gi­en nichts für schwa­che Mä­gen.

«Mor­tal Kom­bat 11» macht es aber auch er­fah­re­nen Figh­tern schwer: Um här­te­re Geg­ner zu be­sie­gen, ist das Ga­me auf Up­grades der Kämp­fer aus­ge­legt. Die­se müs­sen aber müh­sam ver­dient oder mit rea­lem Geld ge­kauft wer­den. Da­für ha­ben die Ent­wick­ler on­line be­reits kräf­tig Dre­sche be­zo­gen. Trotz­dem bie­tet «Mor­tal Kom­bat 11» dank der op­ti­schen Bril­lanz, der ge­lun­ge­nen Sto­ry, den Spiel- und Mut­li­play­er­mo­di und der grif­fi­gen Steue­rung der­zeit die bes­te Prü­ge­l­or­gie. Und es dürf­te wohl das ein­zi­ge Ga­me sein, dem man so viel por­no­gra­fi­sche Ge­walt ver­zeiht.

«Mor­tal Kom­bat 11» für PS4, Xbox One, Nin­ten­do Switch, PC; Ne­ther Re­alm, Warner Bros. Ent. ★★★★★

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