«So­gar im Tod ver­sucht Epstein noch, mir weh­zu­tun»

NEW YORK. Un­ter Trä­nen ha­ben mut­mass­li­che Miss­brauchsop­fer des ver­stor­be­nen US-Mil­lio­närs Jef­frey Epstein vor Ge­richt in New York von ih­rem Leid be­rich­tet.

20 Minuten - Zurich - - Ausland | Gewinnspie­l - SDA

We­ni­ge Wo­chen nach dem mut­mass­li­chen Sui­zid des 66-Jäh­ri­gen im Ge­fäng­nis sag­ten 16 Frau­en am Di­ens­tag per­sön­lich aus, sie­ben wei­te­re lies­sen sich durch An­wäl­te ver­tre­ten. Rich­ter Richard Ber­man hat­te die An­hö­rung an­ge­setzt, um den Frau­en die Mög­lich­keit zu ge­ben, über ihr Leid zu spre­chen, be­vor das Ver­fah­ren ge­gen Epstein nach des­sen Tod ein­ge­stellt wird. Vie­le Frau­en trös­te­ten sich ge­gen­sei­tig und um­arm­ten ein­an­der im An­schluss an ih­re Aus­sa­gen. Ei­ni­gen ka­men die Trä­nen, als sie die Schil­de­run­gen an­de­rer Frau­en hör­ten, die ih­ren ei­ge­nen Er­fah­run­gen äh­nel­ten.

Chaun­tae Da­vies be­rich­te­te, sie ha­be sich in ei­nem Spi­tal zwei Wo­chen lang über­ge­ben müs­sen, nach­dem sie von Epstein ver­ge­wal­tigt wor­den sei. Der In­vest­ment-Mil­lio­när ha­be «krank­haft» jun­ge Mäd­chen miss­braucht. Ei­ne an­de­re Frau sag­te, der Miss­brauch durch Epstein wer­de sie «für im­mer ver­fol­gen». Die Zeu­gin Jen­ni­fer Araoz klag­te: «So­gar im Tod ver­sucht Jef­frey Epstein noch, mir weh­zu­tun.» Die Tat­sa­che, dass sie ih­rem Pei­ni­ger nie vor Ge­richt ent­ge­gen­tre­ten kön­ne, «zer­frisst mei­ne See­le». «Bit­te, bit­te, bit­te, brin­gen Sie zu En­de, was Sie an­ge­fan­gen ha­ben», dräng­te Sa­rah Ran­so­me: «Er hat nicht al­lein ge­han­delt.» US-Bun­des­an­wäl­tin Mau­rene Co­mey ver­si­cher­te, die Er­mitt­lun­gen in dem Fall wür­den fort­ge­setzt.

AFP

Zeu­gin Jen­ni­fer Araoz (M.) mit ih­rer An­wäl­tin vor dem Ge­richts­ge­bäu­de in New York.

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