Die­sen Som­mer hats so vie­le Jobs wie nie

ZÜ­RICH. Noch nie wur­den wäh­rend des Som­mers so vie­le Mit­ar­bei­ter in der Schweiz ge­sucht. Und ein En­de ist nicht in Sicht.

20 Minuten - Zurich - - Vorderseit­e - ISH

189 749 Stel­len sind am 15. Au­gust im In­ter­net aus­ge­schrie­ben ge­we­sen. Noch nie wur­den im Som­mer in der Schweiz so vie­le Mit­ar­bei­ter ge­sucht wie in die­sem. Dies wirkt sich auch po­si­tiv auf die Er­werbs­lo­sen­quo­te aus, sie ist in den ers­ten drei Mo­na­ten die­ses Jah­res leicht ge­sun­ken. Und: «Ein En­de des Re­kord­hochs ist nicht in Sicht», sagt ei­ne Ar­beits­markt­ex­per­tin.

Stel­len­su­chen­de ha­ben der­zeit bes­te Chan­cen: 189 749 of­fe­ne Jobs wa­ren per 15. Au­gust 2019 im In­ter­net aus­ge­schrie­ben. Das ist der bes­te Som­mer über­haupt. Dies zeigt die Aus­wer­tung des Job­ra­dars von X28, wo per Such­ma­schi­ne die Fir­men­web­sites und Job­por­ta­le der ge­sam­ten Schweiz er­fasst wer­den. Was auf­fällt: Es über­wie­gen zwar im­mer noch die Aus­schrei­bun­gen von Per­so­nal­dienst­leis­tern (107 440 Jo­bin­se­ra­te). Aber die Zahl der Fir­men, die sich di­rekt auf die Su­che nach neu­en Mit­ar­bei­ten­den ma­chen, hat deut­lich zu­ge­nom­men (82 310). Gut 10 Pro­zent der Po­si­tio­nen, die neu be­setzt wer­den, sind im Ka­der: Aus­ge­schrie­be­ne Stel­len im Ma­nage­ment gibt es 19 978. Die Stel­len­an­ge­bo­te ge­hen quer durch al­le Bran­chen und rich­ten sich an Hoch- wie auch an we­ni­ger Hoch­qua­li­fi­zier­te (sie­he Top 10). We­nig ver­wun­der­lich, dass die Ar­beits­lo­sig­keit in der Schweiz im Ju­li bei tie­fen 2,1 Pro­zent ver­harrt. Die­se Quo­te schliesst je­doch die Aus­ge­steu­er­ten nicht ein und auch nicht die­je­ni­gen, die oh­ne Ar­beit sind, sich aber nicht beim RAV ge­mel­det ha­ben.

Aus­sa­ge­kräf­ti­ger ist die Er­werbs­lo­sen­quo­te, zu der je­der zählt, der kei­nen Job hat und ak­tiv ei­ne Stel­le sucht. Die­se Zahl wird je­des Quar­tal durch ei­ne auf­wen­di­ge Te­le­fon­um­fra­ge un­ter der Be­völ­ke­rung in der Schweiz er­mit­telt und be­trug in den ers­ten drei Mo­na­ten die­ses Jah­res 4,9 Pro­zent nach noch 5,2 Pro­zent im Vor­jahr. Auch bei den Er­werbs­lo­sen wirkt sich die gros­se Zahl der mo­men­tan of­fe­nen Jobs al­so po­si­tiv aus.

ISTOCK

Wer ei­ne Schrei­ner­leh­re ab­ge­schlos­sen hat, ist zur­zeit auf dem Ar­beits­markt ge­fragt.

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