Zu­nah­me von Ma­sern­fäl­len in Eu­ro­pa alar­miert die WHO

GENF. Die An­zahl an Ma­sern er­krank­ter Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­jahr dras­tisch ge­stie­gen.

20 Minuten - Zurich - - Ausland - SDA

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) ist be­sorgt über ei­ne star­ke Zu­nah­me der Ma­sern­fäl­le in Eu­ro­pa. In der ers­ten Hälf­te die­ses Jah­res wur­den in 48 eu­ro­päi­schen Län­dern mit 89994 be­reits mehr als dop­pelt so vie­le Ma­sern­fäl­le re­gis­triert wie im glei­chen Vor­jah­res­zeit­raum mit 44 175 – und mehr als im ge­sam­ten Jahr 2018. Vier eu­ro­päi­sche Staa­ten – Gross­bri­tan­ni­en, Grie­chen­land, Tsche­chi­en und Al­ba­ni­en – er­lit­ten ei­nen Rück­schlag und büss­ten den Sta­tus als ma­sern­frei ein.

Dies sei ein Alarm­si­gnal, sag­te Ka­te O’Bri­en, die Lei­te­rin der Im­mu­ni­sie­rungs­ab­tei­lung der WHO. Es müs­se «in je­der Ge­mein­de, in je­der Fa­mi­lie, für je­des Kind» ei­ne ho­he Impf­quo­te er­reicht wer­den. Die Schweiz ge­niesst auf­grund der Da­ten von 2018 den Sta­tus ma­sern­frei.

Ma­sern sind ei­ne hoch an­ste­cken­de Vi­rus­er­kran­kung. Es kön­nen le­bens­ge­fähr­li­che Kom­pli­ka­tio­nen wie ei­ne Lun­gen­ent­zün­dung oder Hirn­haut­ent­zün­dung auf­tre­ten.

In Neu­see­land wur­den be­reits Mass­nah­men er­grif­fen: An­ge­sichts des schlimms­ten Ma­sern­aus­bruchs seit mehr als 20 Jah­ren sol­len Men­schen oh­ne ent­spre­chen­de Imp­fung Neu­see­lands gröss­te Stadt Auck­land mei­den.

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