«Wachs­tum wie im rest­li­chen Eu­ro­pa ist kaum mehr mög­lich»

20 Minuten - Zurich - - Schweiz - EHS

Herr Witt­mer, für zwei neue Ab­flü­ge kurz nach 22 Uhr fan­den sich kei­ne In­ter­es­sen­ten. Wie­so?

Das ist auch ei­ne Kon­se­quenz der neu­en Ge­büh­ren­ord­nung, die für Ab­flü­ge nach 21 Uhr hö­he­re Ge­büh­ren vor­sieht. Zu­dem wä­ren für Langstre­cken­flü­ge nach Asi­en, wo Be­darf be­steht, Ab­flü­ge ab 23 Uhr at­trak­ti­ver.

Zü­rich wächst von den Luft­han­saHubs am schwächs­ten. Wie er­klä­ren Sie sich das?

Wir be­ob­ach­ten ei­ne Ab­küh­lung der Wirt­schaft. Die Auf­trags­la­ge sta­gniert teil­wei­se oder geht zu­rück. Sol­che Flau­ten ha­ben so­fort ei­ne Aus­wir­kung auf die Nach­fra­ge. Auch das lang­sa­me In­fra­struk­tur­wachs­tum in Zü­rich dürf­te ei­ne Rol­le spie­len.

Mit wel­cher Ent­wick­lung rech­nen Sie künf­tig? Der Flug­ha­fen Zü­rich wird lang­sam wei­ter­wach­sen. Ein jähr­li­ches Wachs­tum von 2 bis 2,5 Pro­zent ist bis 2050 mög­lich, wenn in In­fra­struk­tu­ren in­ves­tiert wer­den kann. Wachs­tums­ra­ten wie im rest­li­chen Eu­ro­pa oder welt­weit sind aber kaum mehr mög­lich.

Andre­as Witt­mer ist Avia­tik-Pro­fes­sor an der Uni St. Gal­len.

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