Stin­ke­fin­ger ge­gen Trump brach­te ihr den Wah­l­er­folg

WA­SHING­TON. Ihr Mit­tel­fin­ger ge­gen den Kon­voi von Do­nald Trump mach­te sie be­rühmt. Nun wur­de Ju­li Briskman (52) in ei­ne Be­hör­de ge­wählt.

20 Minuten - Zurich - - Ausland -

«Ist das nicht süs­se Ge­rech­tig­keit?», kom­men­tier­te Ju­li Briskman in ei­nem In­ter­view der «Wa­shing­ton Post» ih­re Wahl in die Kreis­auf­sichts­be­hör­de, ei­ne staat­li­che Be­hör­de im Lou­doun Coun­ty im USBun­des­staat Vir­gi­nia. Denn in ih­rem Be­zirk liegt ein Golf­club von Do­nald Trump, des­sent­we­gen sie 2017 ih­re Stel­le ver­lor. Der Grund: Als ein Kon­voi von Li­mou­si­nen des US-Prä­si­den­ten, der ge­ra­de ei­ne Run­de ge­spielt hat­te, sie auf ih­rem Renn­ve­lo über­hol­te, zeig­te sie den Au­tos den Stin­ke­fin­ger – und wur­de da­bei fo­to­gra­fiert. Das Bild ging um die Welt (auch 20 Mi­nu­ten be­rich­te­te) – und mach­te Briskman be­rühmt. «Ich war ein­fach sau­er. Ich dach­te, nun spielt er wie­der Golf, wenn es ge­ra­de so viel zu tun gä­be», er­klär­te sie der «New York Ti­mes».

Das hat­te zwar zu­nächst ne­ga­ti­ve Fol­gen für die 52-Jäh­ri­ge: Sie ver­lor ih­re Stel­le als Mar­ke­ting-Ana­lys­tin bei ei­ner Fir­ma, die für die US-Re­gie­rung ar­bei­tet. Doch es öff­ne­te ihr auch neue Tü­ren. Noch am Tag ih­rer Ent­las­sung schrieb sie sich als Wahl­hel­fe­rin bei den De­mo­kra­ten ein – und wur­de als Kan­di­da­tin auf­ge­stellt. Nun wur­de sie ge­wählt und warf ih­re re­pu­bli­ka­ni­sche Ri­va­lin Su­zan­ne Vol­pe aus dem Amt. «Ich wer­de wohl nicht viel mit dem Golf­platz zu tun ha­ben», sag­te sie. «Aber ich freue mich na­tür­lich ein we­nig, dass er nun in mei­ner Zu­stän­dig­keit liegt.»

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Ju­li Briskman wur­de in die Kreis­auf­sichts­be­hör­de ge­wählt.

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