ATP Fi­nals: Fe­de­rer mit Start­nie­der­la­ge

LON­DON. Ro­ger Fe­de­rer un­ter­liegt am ATP-Fi­na­le dem Ös­ter­rei­cher Do­mi­nic Thiem in zwei Sät­zen.

20 Minuten - Zurich - - Vorderseit­e - ADRI­AN RUCH

Do­mi­nic Thiem ent­wi­ckelt sich für Ro­ger Fe­de­rer im­mer mehr zum Angst­geg­ner. Der 26-Jäh­ri­ge schlägt den Su­per­star am ATP-Fi­na­le in der aus­ver­kauf­ten O2-Are­na 7:5, 7:5.

Fe­de­rer patz­te gleich im ers­ten Ga­me: Beim ers­ten Auf­schlag fehl­te noch die Prä­zi­si­on, an der Grund­li­nie die Si­cher­heit, und schon lag er mit ei­nem Break in Rück­stand. Der Schwei­zer kor­ri­gier­te dies rasch und war in der Fol­ge der ag­gres­si­ve­re, bes­se­re Spie­ler. Doch bei 5:5 re­tour­nier­te der Ös­ter­rei­cher zwei­mal stark und ein­mal glück­haft, was ihm ei­nen wei­te­ren Ser­vice­durch­bruch ein­brach­te. Kurz dar­auf war der ers­te Satz ver­lo­ren, ob­wohl der Pu­bli­kums­lieb­ling neun Ge­winn­schlä­ge mehr pro­du­ziert hat­te.

Auch im zwei­ten Durch­gang dik­tier­te Fe­de­rer vor­nehm­lich das Ge­sche­hen. Im vier­ten Ga­me er­ar­bei­te­te er sich ei­ne Break­chan­ce. Ob­wohl er im fol­gen­den Ball­wech­sel al­les rich­tig mach­te, blieb ihm die 3:1-Füh­rung ver­wehrt, weil Thiem mit der Vor­hand ein herr­li­cher Be­frei­ungs­schlag ge­lang. Bei 3:3 ge­riet der sechs­ma­li­ge Ge­win­ner des ATP-Fi­na­les nach 40:0-Füh­rung noch in Schwie­rig­kei­ten.

Als Fe­de­rer den Auf­schlag den­noch hielt, bran­de­te in der Hal­le Ju­bel auf. Doch Thiem hat­te sei­ne Tak­tik mitt­ler­wei­le an­ge­passt und such­te nun auch mit druck­vol­len Grund­schlä­gen den Punkt­ge­winn.

Fe­de­rer, der gern das Zep­ter in Hän­den hält, be­kun­de­te da­her zu­neh­mend Mü­he. In­so­fern kam es nicht un­er­war­tet, dass Thiem bei 5:5 das ent­schei­den­de Break ge­lang.

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Ro­ger Fe­de­rer ist ge­gen Do­mi­nic Thiem denk­bar schlecht in den ATP-Fi­nal in Lon­don ge­star­tet.

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