Bri­tin macht aus Fi­sch­ab­fäl­len Kunst­stoff

20 Minuten - Zurich - - Ausland - JK

Rund 335 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff wur­den 2016 welt­weit pro­du­ziert – so viel wie das Ge­wicht von 800 000 Eif­fel­tür­men. 40 Pro­zent da­von lan­den laut Schät­zun­gen un­re­zy­kliert im Ab­fall. Dem will die bri­ti­sche Stu­den­tin Lu­cy Hug­hes (24) ent­ge­gen­wir­ken und hat ein Ver­fah­ren ent­wi­ckelt, mit dem aus or­ga­ni­schen

Fi­sch­ab­fäl­len, die in der Re­gel ver­brannt wer­den oder auf ei­ner De­po­nie lan­den, Bio­kunst­stoff her­ge­stellt wer­den kann. Un­ter dem Na­men Ma­ri­naTex fer­tigt Hug­hes aus die­sen Fi­sch­ab­fäl­len so­wie lo­ka­len Ro­tal­gen trans­pa­ren­te und fle­xi­ble Fo­li­en an. Die­se sol­len sich nach we­ni­gen Wo­chen im Kom­post wie­der voll­stän­dig ab­bau­en. Das Prin­zip da­zu ent­wi­ckel­te sie am Kü­chen­tisch in ih­rem Stu­den­ten­wohn­heim.

Da­für hat die 24-Jäh­ri­ge nun den mit 38 000 Fran­ken do­tier­ten In­no­va­ti­ons­preis Dy­son Award zu­ge­spro­chen be­kom­men. Das Geld will sie für die Wei­ter­ent­wick­lung ih­rer Me­tho­de ein­set­zen.

DY­SON SA

Der trans­pa­ren­te Kunst­stoff aus Fi­sch­ab­fäl­len, den Lu­cy Hug­hes ent­wi­ckel­te, braucht we­nig Ener­gie zur Her­stel­lung.

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