Ös­ter­rei­cher schau­en dank Trick wie­der SRF

BERN. Die SRG strahlt nicht mehr über DVB-T aus: Im Aus­land blie­ben die Bild­schir­me schwarz. Das än­dert sich jetzt.

20 Minuten - Zurich - - Vorderseit­e - EHS

Die SRG stell­te im Ju­ni die Ver­brei­tung ih­rer Sen­der wie SRF 1 und SRF2 über das di­gi­ta­le An­ten­nen­fern­se­hen DVB-T ein. Seit­her kön­nen sie im Aus­land nicht mehr ge­se­hen wer­den. Das war nur in Ge­bie­ten mög­lich, in de­nen die Sen­der über DVB-T un­ver­schlüs­selt emp­fan­gen wer­den konn­ten.

Die Ein­stel­lung sorg­te im grenz­na­hen Deutsch­land und in Ös­ter­reich für Är­ger. Nun hat die ös­ter­rei­chi­sche Fir­ma Lam­pert ei­ne Lö­sung ge­fun­den. Sie hat vom Bun­des­amt für Kom­mu­ni­ka­ti­on (Ba­kom) die Be­wil­li­gung für die Nut­zung ei­ner Schwei­zer DVB-T-Fre­quenz er­hal­ten. Über ei­nen Sen­der auf dem Ho­hen Kas­ten darf sie die Pro­gram­me der SRG un­ver­schlüs­selt ver­brei­ten. Weil das Si­gnal auch Vor­arl­berg er­reicht, kön­nen dor­ti­ge An­bie­ter die SRG-Sen­der wie­der in ih­re Net­ze auf­neh­men. Laut Ba­kom-Spre­cher Fran­cis Mei­er sind die Sen­der in den um­lie­gen­den Län­dern «äus­serst be­liebt».

Chris­toph Schmid, Mar­ke­ting-Chef von Lam­pert, gibt an, die Nach­fra­ge sei «ex­trem hoch». Die Schwei­zer Sen­der bö­ten ei­nen Mehr­wert für den kul­tu­rel­len Aus­tausch: «Man­che In­for­ma­tio­nen aus der Schweiz ha­ben für Vor­arl­ber­ger ei­ne weit hö­he­re Re­le­vanz als je­ne aus Wi­en.» Weil al­le Be­trei­ber in Vor­arl­berg pro­fi­tier­ten, be­tei­lig­ten sich al­le an den Kos­ten. Die SRG nimmt die Initia­ti­ven zur Kennt­nis: «Wir freu­en uns über das In­ter­es­se», so Spre­cher Edi Es­ter­mann.

KEYSTONE

Ei­ne ös­ter­rei­chi­sche Fir­ma ver­brei­tet SRG-Pro­gram­me über ei­nen Sen­der auf dem Ho­hen Kas­ten.

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