Le­ser er­zäh­len, war­um sie ab­ge­hau­en sind

ZÜ­RICH. Ju­gend­li­che wer­den ver­mehrt als ver­misst ge­mel­det. Häu­fig keh­ren sie rasch zu­rück.

20 Minuten - Zurich - - Noticias -

KON­TRO­VERS Die Fäl­le von Ju­gend­li­chen, die als ver­misst ge­mel­det wer­den, ha­ben in den letz­ten Jah­ren im Tes­sin zu­ge­nom­men. Das be­rich­te­te RSI. Auch im Kan­ton St. Gal­len geht laut Po­li­zei­spre­cher Flo­ri­an Schnei­der täg­lich min­des­tens ei­ne sol­che Ver­miss­ten­mel­dung ein. 2018 wur­den in den Kan­to­nen Zü­rich, Bern und Aar­gau 147 Min­der­jäh­ri­ge als

«Mei­ne Mut­ter war ge­walt­tä­tig. Auch bei mei­nem Va­ter war es schwie­rig, al­so zog ich auf die Stras­se.» Ma­ri­na* (29) Hau­te einst von zu Hau­se ab.

ver­misst ge­mel­det. Meist keh­ren Ju­gend­li­che rasch selbst zu­rück oder wer­den ge­fun­den.

«Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, Ver­zweif­lung und Druck zu Hau­se kön­nen da­zu füh­ren, dass Ju­gend­li­che sich un­ver­stan­den füh­len und Weg­lau­fen als ein­zi­ge Lö­sung se­hen», sagt Kin­der- und Ju­gend­psy­cho­lo­ge Phil­ipp Ramming. Das be­stä­ti­gen die Er­leb­nis­se von Le­sern (sie­he un­ten). Keh­re das Kind zu­rück, soll­ten El­tern ru­hig blei­ben und es ernst neh­men. Wenn die Pro­ble­me un­lös­bar schei­nen, emp­feh­le sich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe.

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