Trump be­lä­chelt das Im­peach­ment-Ver­fah­ren

WASHINGTON. Nan­cy Pe­lo­si be­an­trag­te for­mell ei­ne An­kla­ge­schrift zur Amts­ent­he­bung Trumps. Die­ser schiesst auf Twit­ter so­fort zu­rück.

20 Minuten - Zurich - - Vorderseit­e - VRO/SDA

Das US-Re­prä­sen­tan­ten­haus wird ge­gen Prä­si­dent Do­nald Trump ein Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren ein­lei­ten.

Das kün­dig­te die Prä­si­den­tin der Kon­gress­kam­mer, Nan­cy Pe­lo­si, ges­tern in Washington an. Trump ha­be ein­deu­tig zu sei­nem ei­ge­nen Vor­teil ge­gen das Ge­setz ver­stos­sen und da­mit die na­tio­na­le Si­cher­heit der USA in Ge­fahr ge­bracht. «Das Vor­ge­hen des Prä­si­den­ten hat ernst­haft ge­gen die Ver­fas­sung ver­stos­sen.» Und in Ame­ri­ka ste­he nie­mand über dem Ge­setz.

Aus­lö­ser für das von den De­mo­kra­ten an­ge­streng­te Ver­fah­ren war ein Te­le­fo­nat Trumps mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wo­lo­di­mir Se­len­ski am 25. Ju­li. Da­rin reg­te Trump Se­len­ski zu Er­mitt­lun­gen ge­gen

Ex-Vi­ze­prä­si­dent Joe Bi­den, der sich um die Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur der De­mo­kra­ten be­wirbt, und des­sen Sohn Hun­ter we­gen an­geb­li­cher Ver­wick­lung in Kor­rup­ti­on an. Trump droh­te zugleich da­mit, Hilfs­gel­der für das ukrai­ni­sche Mi­li­tär zu­rück­zu­hal­ten.

Der Prä­si­dent selbst re­agier­te um­ge­hend auf Twit­ter: Die De­mo­kra­ten woll­ten das Ver­fah­ren «we­gen nichts» ein­lei­ten. «Sie ha­ben be­reits we­gen des lä­cher­li­chen Mu­el­ler-Zeugs auf­ge­ge­ben, al­so stür­zen sie sich nun auf zwei to­tal kor­rek­te (per­fek­te) Te­le­fo­na­te mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten.» Trump gibt sich trotz al­lem zu­ver­sicht­lich: «Wir wer­den ge­win­nen!»

AP

Nan­cy Pe­lo­si, Spre­che­rin des US-Re­prä­sen­tan­ten­hau­ses, will Prä­si­dent Trump des Am­tes ent­he­ben, die­ser re­agiert ge­las­sen.

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