«Co-El­tern­schaft ist kei­ne Hopplahopp-Ak­ti­on»

20 Minuten - Zurich - - SCHWEIZ - ZOS

Frau Wa­gner, war­um ver­mit­teln Sie Co-El­tern im In­ter­net?

Weil ich frü­her selbst ver­geb­lich ein sol­ches An­ge­bot such­te, grün­de­te ich Fa­mi­ly­ship. Heu­te ha­be ich ei­ne Toch­ter und le­be mit ihr und ih­rem schwu­len Va­ter in Ber­lin.

Wer nutzt Fa­mi­ly­ship?

Gröss­ten­teils he­te­ro­se­xu­el­le Sing­le-Frau­en Mit­te 30 und zu­neh­mend auch he­te­ro­se­xu­el­le Män­ner. Da­zu kom­men ho­mo­se­xu­el­le Frau­en und Män­ner. Ins­ge­samt 4500 Nut­zer, 360 aus der Schweiz.

Was ra­ten Sie Per­so­nen, die so ei­ne Fa­mi­lie grün­den wol­len?

Sie sol­len sich Zeit las­sen, Sor­ge­recht, Fi­nan­zen und Vor­stel­lun­gen zu klä­ren. Es ist ein Un­ter­schied, ob je­mand ei­nen Sa­men­spen­der sucht oder ge­mein­sam le­ben möch­te.

Ist ei­ne Fa­mi­li­en­grün­dung mit ei­nem Frem­den nicht ris­kant?

Ei­ne Co-El­tern­schaft ist kei­ne Hopplahopp-Ak­ti­on – da ist nicht mehr Ego im Spiel als bei an­de­ren Paa­ren.

Chris­ti­ne Wa­gner ist Co-Grün­de­rin von Fa­mi­ly­ship.

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