Frau­en ha­ben jähr­lich 20 000 Fr. we­ni­ger Ren­te

ZÜRICH. Bei der Ren­te sind Frau­en laut ei­ner Stu­die oft im Nach­teil. Das dürf­te noch ei­ne Wei­le so blei­ben.

20 Minuten - Zurich - - WIRTSCHAFT -

Frau­en er­hal­ten heu­te klar we­ni­ger Ren­te als Män­ner. Das zeigt ei­ne Stu­die, die der Le­bens­ver­si­che­rer Swiss Li­fe ges­tern prä­sen­tier­te. Das sind die wich­tigs­ten Er­geb­nis­se:

Ein Drit­tel we­ni­ger Ren­te: Ins­ge­samt er­hal­ten die heu­ti­gen Al­ters­rent­ne­rin­nen in der Schweiz über al­le drei Säu­len hin­weg im Schnitt rund ein Drit­tel oder rund 20 000 Fran­ken we­ni­ger Ren­te als Män­ner. Grosse Lü­cke in der Ehe: Am gröss­ten ist der Un­ter­schied bei ver­hei­ra­te­ten Frau­en. Die­se spü­ren aber die klei­ne­re Ren­te nur be­grenzt, da sie öko­no­misch mit ih­ren Ehe­part­nern ei­ne Ein­heit bil­den. Trü­ge­ri­sche Si­cher­heit:

Die Si­cher­heit der Ehe ist mit Blick auf die Al­ters­vor­sor­ge trü­ge­risch, da heut­zu­ta­ge vie­le Ehen ge­schie­den wer­den. Vom Ge­schlech­ter­un­ter­schied be­trof­fen sind da­her vor al­lem ge­schie­de­ne Rent­ne­rin­nen. Kon­ku­bi­nats­haus­halt: «Be­son­ders tü­ckisch» kann der Kon­ku­bi­nats­haus­halt sein, al­so Haus­hal­te von un­ver­hei­ra­te­ten Paa­ren. Vor al­lem für je­ne Frau­en, die sich pri­mär um die Kin­der­er­zie­hung küm­mer­ten, ist die Si­tua­ti­on im Al­ter oft­mals schwie­rig.

Kluft ver­klei­nert sich:

Die Ren­ten­Kluft nimmt aber lang­sam ab. Denn die jun­gen Frau­en von heu­te sei­en deut­lich stär­ker auf dem Ar­beits­markt prä­sent als frü­her. Weil das aber ein lang­sa­mer Pro­zess ist, wird die Kluft in ab­seh­ba­rer Zeit nicht ver­schwin­den. Klei­ne­res Ar­beits­pen­sum ge­wünscht:

Die Stu­die zeigt je­doch, dass Frau­en mit Kin­dern ten­den­zi­ell ein klei­ne­res Ar­beits­pen­sum wün­schen als die Vä­ter. Mehr Kin­der­be­treu­ung: Laut Swiss Li­fe kann die Politik die Un­ter­schie­de wei­ter re­du­zie­ren – et­wa mit ei­ner stär­ke­ren staat­li­chen Un­ter­stüt­zung für die fa­mi­li­en­ex­ter­ne Kin­der­be­treu­ung oder mit ei­ner Ab­schaf­fung der steu­er­li­chen Hei­rats­stra­fe.

SYM­BOL­BILD/KEY

Frau­en be­kom­men ein Drit­tel we­ni­ger Ren­te als Män­ner.

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