Le­ser ge­win­nen Han­dy, aber be­kom­men es nicht

ZÜRICH. Bei ei­nem Ad­vents- Ge­winn­spiel wird ein Smart­pho­ne ver­spro­chen. Doch die Ge­win­ner er­hal­ten nur ei­nen Trost­preis.

20 Minuten - Zurich - - Wirtschaft -

Als Le­se­rin M. K. am Di­ens­tag­mor­gen ein Tür­chen des On­li­ne-Ad­vents­ka­len­ders ih­rer Kre­dit­kar­ten­fir­ma Bo­nu­s­card öff­ne­te, plopp­te die Mel­dung «Herz­li­chen Glück­wunsch! Sie ha­ben ge­won­nen» auf. K. ha­be ein Smart­pho­ne ge­won­nen. Doch am Nach­mit­tag kam die bö­se Über­ra­schung: «Ach­tung! Feh­ler im Ad­vents­ka­len­der» lau­te­te der Be­treff des E-Mails von Bo­nu­s­card, ei­ner Toch­ter­fir­ma von Cor­ner­card. Das Ge­winn-Ad­vent­stür­chen ha­be sich bei K. «ver­se­hent­lich» ge­öff­net, ein tech­ni­scher Feh­ler sei schuld. Das Smart­pho­ne ha­be sie je­den­falls doch nicht ge­won­nen. Statt­des­sen er­hält sie 1000 Bo­nus­punk­te im Wert von zehn Fran­ken. K. ist schwer ent­täuscht. Das Glei­che pas­sier­te Le­ser J. K. Er kri­ti­siert die Re­ak­ti­on von Bo­nu­s­card: «Es ist nicht in Ord­nung, Ver­spre­chun­gen zu ma­chen und sie dann nicht ein­zu­hal­ten.»

Sa­ra Stalder vom Kon­su­men­ten­schutz sieht das ähn­lich: «Ei­nen ver­spro­che­nen Ge­winn wie­der ab­zu­er­ken­nen, geht gar nicht.»

Bo­nu­s­card schreibt auf An­fra­ge, es sei den Teil­neh­mern bis am Di­ens­tag­mor­gen um 9 Uhr auf­grund ei­nes Feh­lers im On­li­ne-Ad­vents­ka­len­der zu ei­nem Ge­winn gra­tu­liert wor­den. Die Be­trof­fe­nen sei­en dar­auf­hin «um­ge­hend» per Mail in­for­miert wor­den. Laut Pa­trik Ei­chen­ber­ger, stell­ver­tre­ten­der Di­rek­tor der Lot­te­rie­und Wett­kom­mis­si­on, steht Bo­nu­s­card wohl im Recht, denn das Spiel die­ne der Ver­kaufs­för­de­rung und Kun­den­bin­dung und brau­che kei­ne Be­wil­li­gung. Des­halb be­steht auch kein An­spruch auf ei­nen Spiel­ge­winn.

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Kurz nach dem Ge­winn in­for­mier­te Bo­nu­s­card, dass es kei­ner war.

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