An­ti­ras­sis­mus-Kam­pa­gne mit Af­fen ern­tet Shits­torm

ROM. Für ei­ne Kam­pa­gne ge­gen Ras­sis­mus im ita­lie­ni­schen Fussball ver­wen­de­te ein Künst­ler aus­ge­rech­net Af­fen. Die Em­pö­rung ist gross.

20 Minuten - Zurich - - AUSLAND - DMO/TRX

«Ein­mal mehr macht der ita­lie­ni­sche Fussball die Welt sprach­los. Die Kam­pa­gne sieht aus wie ein schlech­ter Witz», twit­ter­te die An­ti­dis­kri­mi­nie­rungs-Or­ga­ni­sa­ti­on Fa­re zum um­strit­te­nen Pla­kat. Un­ter dem Hash­tag #Se­rieA drü­cken Dut­zen­de Twit­te­rer ihr Un­ver­ständ­nis aus: «Was in der Welt ha­ben die sich bloss ge­dacht?», heisst es da, oder: «Ich bin nicht si­cher, ob die Feu­er-mit-Feu­er-Be­kämp­fung beim Ras­sis­mus funk­tio­niert.»

St­ein des An­stos­ses ist ein Pla­kat mit drei Af­fen mit an­geb­lich west­li­chen, afri­ka­ni­schen und asia­ti­schen Ge­sichts­zü­gen, die laut Künst­ler

Si­mo­ne Fu­gaz­z­ot­to aus­drü­cken sol­len, dass die Men­schen al­le gleich sind. «Um das Werk zu ver­ste­hen, muss man in mei­ne Welt ein­tau­chen und be­grei­fen, dass der Af­fe der Prot­ago­nist mei­ner Ar­beit ist und als Me­ta­pher für den Men­schen dient», sagt er.

Die obers­te ita­lie­ni­sche Fuss­ball­li­ga Se­rie A wird durch Er­eig­nis­se im Zu­sam­men­hang mit Ras­sis­mus im­mer wie­der in ein ne­ga­ti­ves

Licht ge­rückt. Schwar­ze Spie­ler wie et­wa Ma­rio Ba­lo­tel­li oder Kal­i­dou Kou­li­ba­ly wer­den im Sta­di­on nicht sel­ten mit Af­fen­lau­ten oder aufs Feld ge­wor­fe­nen Ba­na­nen be­grüsst. Da­ge­gen will die Lei­tung der Se­rie A mit meh­re­ren Mass­nah­men vor­ge­hen – doch der jüngs­te Schuss für die­ses Ziel ging ein­deu­tig nach hinten los. Selbst Clubs wie AC Mi­lan oder AS Ro­ma kri­ti­sier­ten das Af­fen­bild.

Die­se drei Af­fen ge­hö­ren zur An­ti-Ras­sis­mus-Kam­pa­gne der ita­lie­ni­schen Fuss­ball­li­ga Se­rie A.

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