#MeToo-Vor­kämp­fe­rin Shi­o­ri Ito er­ringt Sieg vor Ge­richt

20 Minuten - Zurich - - AUSLAND -

Die Jour­na­lis­tin Shi­o­ri Ito (30), Ja­pans Vor­kämp­fe­rin der #MeToo-Be­we­gung, hat vor Ge­richt ei­ne Ent­schä­di­gung we­gen Ver­ge­wal­ti­gung erstrit­ten. Ver­ur­teilt wur­de No­riyu­ki Ya­ma­gu­chi, ein frü­he­rer Fern­seh­re­por­ter mit en­gen Be­zie­hun­gen zu Re­gie­rungs­chef Shin­zo Abe. Ya­ma­gu­chi soll Ito 2015 bei Job­ge­sprä­chen an ei­nem Es­sen un­ter Dro­gen ge­setzt und sie nach­her in ei­nem Ho­tel­zim­mer miss­braucht ha­ben. 2017 trat sie an die Öf­fent­lich­keit, was in Ja­pan als aus­ser­ge­wöhn­lich gilt. Mit ei­nem Buch wur­de sie zur Iko­ne der #MeToo-Be­we­gung. Ya­ma­gu­chi weist die Vor­wür­fe zu­rück und reich­te Ge­gen­kla­ge ein.

Das Ge­richt sprach Ito nun ei­ne Ge­nug­tu­ung von um­ge­rech­net 30 000 Fran­ken zu. «Wir ha­ben ge­won­nen», sag­te Ito vor dem Ge­richts­ge­bäu­de un­ter Trä­nen. Sie hofft, dass ihr Fall den Um­gang mit se­xu­el­ler Ge­walt in Ja­pan ver­än­dert.

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Jour­na­lis­tin Shi­o­ri Ito (30).

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