Das be­deu­tet die Fu­si­on von Peu­geot und Fi­at für Kun­den

PA­RIS. Klappt es mit der Fu­si­on von PSA und Fi­at, dürf­ten die Au­to­prei­se sin­ken. Und man­che Mar­ken ver­schwin­den.

20 Minuten - Zurich - - WIRTSCHAFT - RA­PHA­EL KNECHT

Die Au­to­kon­zer­ne PSA und Fi­at Chrys­ler ha­ben ges­tern ei­ne Me­ga­fu­si­on be­schlos­sen. Was be­deu­tet der 50 Mil­li­ar­den schwe­re De­al? Ant­wor­ten auf die wich­tigs­ten Fra­gen: War­um die Fu­si­on?

Peu­geot und Fi­at wol­len dank dem Zu­sam­men­schluss von Tech­no­lo­gi­en und der grös­se­ren Markt­macht 3,7 Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr spa­ren.

Was be­deu­tet es für Kun­den? Es be­steht die Ge­fahr, dass die

Flot­te der ver­schie­de­nen Her­stel­ler zum Ein­heits­brei wird, wie Wirt­schafts­pro­fes­sor Andre­as Herr­mann von der Uni St. Gal­len sagt. Man wer­de ver­su­chen, Kos­ten zu sen­ken, in­dem die glei­chen Tei­le bei mög­lichst vie­len Mo­del­len ein­ge­baut wür­den. Ver­schwin­den Mar­ken?

Das ist denk­bar: «Peu­geots Pre­mi­um-Mar­ke DS wird man si­cher strei­chen», sagt Au­to­mo­bi­l­ex­per­te Fer­di­nand Du­den­höf­fer. Auch Lan­cia wer­de ver­schwin­den. Die PSA-Toch­ter Opel dürf­te der Ver­lie­rer sein: «Alfa Ro­meo, Ma­se­ra­ti und Jeep wer­den zur Pre­mi­um-Ab­tei­lung – Opel kämpft dann mit Fi­at, Peu­geot und Ci­tro­ën um die glei­chen Kun­den.» Was ist mit den Prei­sen?

Die dürf­ten sin­ken, sagt Du­den­höf­fer. Der Kon­zern wer­de mit gros­sen Kos­ten­re­duk­tio­nen und nied­rigs­ten Prei­sen den Ko­rea­nern und Ja­pa­nern Kon­kur­renz ma­chen (s. Box).

Wirds Ent­las­sun­gen ge­ben? «Den ganz schwar­zen Pe­ter zie­hen die In­ge­nieu­re in den Ent­wick­lungs­zen­tren der bei­den Au­to­bau­er», so Du­den­höf­fer. In der Pro­duk­ti­on ge­be es in Eu­ro­pa rund 10 000 Ar­beits­kräf­te, die es gar nicht brau­che. Da dürf­te der Kon­zern den Spar­ham­mer an­set­zen.

Wie de­fi­ni­tiv ist das Gan­ze? Laut Du­den­höf­fer ist der De­al de­fi­ni­tiv. Nur die Wett­be­werbs­be­hör­de müs­se den Zu­sam­men­schluss noch ge­neh­mi­gen.

REU­TERS

Im Pro­duk­ti­ons­be­reich gibt es rund 10 000 Ar­beits­kräf­te, die es gar nicht braucht – für sie ist die Fu­si­on ei­ne schlech­te Bot­schaft.

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