Schwe­di­sche Bank ver­zich­tet auf Ne­ga­tiv­zins

20 Minuten - Zurich - - Wirtschaft - REU

Ent­ge­gen dem in­ter­na­tio­na­len Trend hat die schwe­di­sche No­ten­bank ih­re Geld­po­li­tik ge­strafft und be­en­det als ers­te grös­se­re Zen­tral­bank die Ne­ga­tiv­zins­po­li­tik: Die Riks­bank hob ges­tern den Schlüs­sel­zins von mi­nus 0,25 Pro­zent auf null an. Und das trotz der Kon­junk­tur­ab­küh­lung. Man ge­he da­von aus, dass die In­fla­ti­ons­be­din­gun­gen gut sei­en, da­mit die Teue­rung auch künf­tig na­he an der Ziel­mar­ke blei­be, be­grün­de­te die äl­tes­te Zen­tral­bank der Welt ih­ren Schritt. Die schwe­di­sche Kro­ne leg­te nach der Ent­schei­dung zum Eu­ro zu. Laut dem Chef­öko­no­men Tho­mas Git­zel von der Liech­ten­stei­ner VP Bank könn­te dies ei­ne Auf­for­de­rung an die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank EZB sein, es dem nor­di­schen Bei­spiel gleich­zu­tun. So­fern der Aus­stieg aus der Ne­ga­tiv­zins­po­li­tik ge­lingt.

Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) dürf­te aber nach mehr­heit­li­cher Ein­schät­zung von Ex­per­ten bei der kom­men­den Zins­sit­zung ih­ren re­kord­tie­fen Leit­zins von mi­nus 0,75 Pro­zent nicht an­tas­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.