Tier­schutz hat Ver­ständ­nis für Er­schies­sung

20 Minuten - Zurich - - Zürich/region -

«Der Zoo hat das ein­zig Rich­ti­ge ge­macht in die­ser Si­tua­ti­on, näm­lich die Tier­pfle­ge­rin ge­ret­tet, be­vor sie die Hand ver­lor», so Nad­ja Brod­mann, Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied des Zürcher Tier­schut­zes. Als Ar­beit­ge­ber ha­be der Zoo auch sei­nen An­ge­stell­ten ge­gen­über ei­ne Ver­ant­wor­tung. «Und in ei­ner Gü­ter­ab­wä­gung kommt der Schutz des Men­schen im­mer noch vor dem Schutz ei­nes ein­zel­nen Tie­res.» Brod­mann be­zwei­felt, dass es ei­ne an­de­re Mög­lich­keit ge­ge­ben hät­te, zu han­deln. «Es war ja ein tra­gi­scher Ein­zel­fall, der ge­mäss den Si­cher­heits­vor­keh­run­gen gar nicht hät­te pas­sie­ren dür­fen.» Bei der Tier­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Ani­mal Rights Switzerlan­d wünscht man der Pfle­ge­rin gu­te Bes­se­rung. «Für das Kro­ko­dil kom­men aber al­le Wün­sche zu spät», so Ge­schäfts­lei­ter Pa­blo Lab­hardt. Da­mit es künf­tig nicht mehr zu sol­chen Vor­fäl­len kom­me, müs­se man das Sys­tem Zoo über­den­ken. «Es wer­den Tie­re ein­ge­sperrt und aus­ge­stellt, da­mit sie uns un­ter­hal­ten. Wenn die­se Tie­re dann in Ge­fan­gen­schaft auch noch er­schos­sen wer­den, ist das scho­ckie­rend und schlimm.»

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Be­trof­fen: Zoo­di­rek­tor Rü­bel.

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