Flucht im Kon­tra­bass-Kof­fer

20 Minuten - Zurich - - Wirtschaft - RKN

En­de Jahr mel­de­te sich der ehe­ma­li­ge Re­nault- und Nis­san-Chef Car­los Ghosn trotz Haus­ar­rest in Ja­pan plötz­lich aus dem Li­ba­non. Wie er oh­ne Ge­neh­mi­gung der ja­pa­ni­schen Be­hör­den das Land ver­las­sen konn­te, ver­riet er nicht. Nun be­rich­tet ein li­ba­ne­si­scher Fern­seh­sen­der, Ghosn sei in ei­nem In­stru­men­ten­kof­fer ge­flo­hen. In­ter­pol hat dar­auf­hin ges­tern ei­nen Haft­be­fehl für Ghosn aus­ge­stellt, wie Reu­ters schreibt.

Der Flucht­plan klingt aben­teu­er­lich: Ghosn soll ei­ne Grup­pe von Mu­si­kern für ei­ne Auf­füh­rung in sei­nem Haus in Tokio an­ge­heu­ert ha­ben, wie die BBC schreibt. Dar­un­ter misch­ten sich meh­re­re von Ghosns Hel­fer. Nach dem Kon­zert pack­ten sie den 1,67 Me­ter grossen Ghosn in ei­nen Kon­tra­bass-Kof­fer

und trans­por­tier­ten den ehe­ma­li­gen Top­ma­na­ger zum Flug­ha­fen.

Ei­ne of­fi­zi­el­le Be­stä­ti­gung für die Ge­schich­te gibt es nicht – Ghosns Frau Ca­ro­le, die laut den Be­rich­ten selbst an der Pla­nung und Durch­füh­rung be­tei­ligt ge­we­sen ist, de­men­tier­te sie. Ei­ne an­de­re Er­klä­rung bie­tet die 54-Jäh­ri­ge je­doch auch nicht.

ILLUSTRATI­ON: A. GRANDIS

Car­los Ghosn liess sich laut Be­rich­ten im In­stru­men­ten­kof­fer aus dem Haus schmug­geln.

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