Be­lei­di­gung per Ein­zah­lungs­schein

20 Minuten - Zurich - - Schweiz -

A.* aus dem Kan­ton Ba­sel-Land­schaft schul­de­te dem Lie­fe­ran­ten B.* 1957.50 Fran­ken. Die be­zahl­te er am 17. Mai 2017 auch – samt Be­lei­di­gung: Den Be­trag über­wies er mit neun Ein­zah­lungs­schei­nen mit den Buch­sta­ben A, R, S, C, H, L, O, C, H. Das liess sich B. nicht ge­fal­len und zeig­te A. an. Die Staats­an­walt­schaft Ba­selS­tadt ver­ur­teil­te den Mann im

Sep­tem­ber 2017 we­gen Be­schimp­fung und sprach ei­ne Bus­se von 150 Fran­ken aus. Weil A. das nicht ak­zep­tier­te, zog er den Fall wei­ter – bis vor Bun­des­ge­richt.

Doch auch dort blitz­te A. mit sei­ner Be­grün­dung nun ab: Er hat­te ar­gu­men­tiert, er ha­be le­dig­lich neun Buch­sta­ben aus ei­nem Mo­no­po­ly-Spiel in zu­fäl­li­ger Rei­hen­fol­ge auf­ge­schrie­ben. Das Wort sei zu­fäl­lig ent­stan­den. Die Bun­des­rich­ter re­cher­chier­ten aber, dass A. die Ein­zah­lun­gen ge­nau in der Rei­hen­fol­ge ge­tä­tigt hat­te, dass die «Ar­sch­loch»-Be­lei­di­gung her­aus­kam. Die Wahr­schein­lich­keit für ei­nen Zu­fall lie­ge bei 0,001 Pro­zent. Nun muss der Mann 3000 Fran­ken Ge­richts­kos­ten be­zah­len.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.