Tou­ris­ten ver­rich­ten Ge­schäft in Tem­pel

LI­MA. Ur­lau­bern wird in Pe­ru die Schän­dung ei­nes ge­schütz­ten Ma­chu-Pic­chu-Tem­pels vor­ge­wor­fen. Sie wur­den fest­ge­nom­men.

20 Minuten - Zurich - - Vorderseit­e - LEG/TRX

In Pe­ru sind sechs Tou­ris­ten fest­ge­nom­men wor­den, weil sie in ei­nem Tem­pel der welt­be­rühm­ten In­ka-Rui­nen von Ma­chu Pic­chu ih­re Not­durft ver­rich­tet ha­ben sol­len. Ge­gen sie wer­de we­gen mut­mass­li­cher Schän­dung des kul­tu­rel­len Er­bes des Lan­des er­mit­telt, sag­te der Po­li­zei­chef von Cus­co, Wil­bert Ley­va. Die Tou­ris­ten stam­men aus Frank­reich, Ar­gen­ti­ni­en, Bra­si­li­en und Chi­le. Ih­nen dro­hen vier Jah­re Haft. Nach­dem Park­wäch­ter und Po­li­zis­ten sie im für Be­su­cher ge­sperr­ten Son­nen­tem­pel ge­fun­den hat­ten, wur­den sie am Sonn­tag fest­ge­nom­men. Nach An­ga­ben der Be­hör­den wur­den im Tem­pel Ex­kre­men­te ge­fun­den. Auch hät­ten die Be­hör­den­mit­ar­bei­ter dort ei­nen St­ein ge­fun­den, der aus der Wand her­aus­ge­bro­chen wor­den sei und ei­nen Scha­den am Bo­den ver­ur­sacht ha­be. Der grösste Teil des im Zen­trum von Ma­chu Pic­chu ge­le­ge­nen Tem­pels ist für Tou­ris­ten nicht zu­gäng­lich. Als Kon­se­quenz aus dem Zwi­schen­fall sol­len nun wei­te­re Über­wa­chungs­ka­me­ras mon­tiert wer­den.

Die im 15. Jahr­hun­dert er­bau­te In­kaS­tadt Ma­chu Pic­chu («al­ter Berg») rund 80 Ki­lo­me­ter nord­west­lich der Stadt Cus­co ge­hört zu den gröss­ten Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen Süd­ame­ri­kas. Sie wur­de 1983 in die Lis­te des UnescoWelt­kul­tur­er­bes auf­ge­nom­men.

Die In­ka-Rui­nen von Ma­chu Pic­chu sind bei Tou­ris­ten äus­serst po­pu­lär.

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