«Sport­ler sind viel mehr von der Fe­in­staub­kon­zen­tra­ti­on in der Luft be­trof­fen»

20 Minuten - Zurich - - Sport - TMÜ

Herr Frey, die Luft in Mel­bourne war am Di­ens­tag «sehr un­ge­sund». Was be­deu­tet das für die Ten­nis­spie­ler am Aus­tra­li­an Open?

Der Spie­ler at­met in­ten­siv die­se Rauch­luft ein. Der dar­in ent­hal­te­ne Fe­in­staub kann über die Atem­we­ge in den Kör­per ge­lan­gen und dort die Schleim­häu­te und Bron­chi­en rei­zen. Das kann zu Ent­zün­dun­gen füh­ren, zu Hus­ten oder so­gar zu Atem­not. Be­son­ders ge­fähr­lich ist ei­ne ho­he Fe­in­staub­be­las­tung bei Men­schen, die be­reits an ei­ner Lun­gen­krank­heit wie Asth­ma lei­den.

Ist ei­ne ho­he Fe­in­staub­be­las­tung für Sport­ler schlim­mer als für nicht ak­ti­ve Men­schen?

Sport­ler sind viel mehr von der Fe­in­staub­kon­zen­tra­ti­on in der Luft be­trof­fen, da sie ein rie­si­ges Atem­vo­lu­men um­set­zen und sich so­mit gleich­zei­tig viel grös­se­ren Men­gen an Fe­in­staub ex­po­nie­ren.

Was kön­nen die Ten­nis­spie­ler in Mel­bourne ge­gen die Fe­in­staub­be­las­tung ma­chen?

Am Schluss hilft nur, sich vor dem Fe­in­staub zu schüt­zen, sich al­so an Or­ten oder in Räu­men auf­zu­hal­ten, wo die Wer­te tie­fer sind.

Sport­me­di­zi­ner Wal­ter O. Frey.

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