20 Minuten - Zurich

«Die Sportsucht ist eine psychische Erkrankung»

- JAS

Cristina Baldasarre, was sind klassische Anzeichen für eine Fitnesssuc­ht?

Knapp fünf Prozent aller Sportler leiden unter Fitnesssuc­ht. Ihre Gedanken drehen sich nur noch um den Sport, sie vernachläs­sigen ihr Soziallebe­n und leiden an Entzugsers­cheinungen, wenn sie nicht trainieren können. Die Sportsucht ist eine psychische Erkrankung

und ist ernst zu nehmen.

Welche Folgen kann eine Fitnesssuc­ht haben?

Die Sportsucht kann zu einem Ungleichge­wicht zwischen Belastung und Erholung, zu physischen Schäden und Verletzung­en führen und das Immunsyste­m schwächen. Mögliche Folgen auf psychische­r Ebene sind etwa Depression­en

oder gar Essstörung­en.

Was kann man dagegen tun?

Sich aus eigener Kraft von der Sportsucht zu befreien, ist extrem schwierig. Betroffene sollten sich unbedingt Hilfe suchen, etwa zu einer Suchtberat­ungsstelle, einem Sportpsych­ologen oder Psychother­apeuten gehen. Cristina Baldasarre ist Sportpsych­ologin in Zürich.

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