20 Minuten - Zurich

Vor der EM ist kaum ein Nati-Star geimpft

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In weniger als einem Monat beginnt die Fussballeu­ropameiste­rschaft, die wegen Corona um ein Jahr verschoben wurde. Das Turnier geht in elf Ländern über die Bühne. Das heisst, dass die Teams ständig reisen müssen. Das könnte eine Herausford­erung werden, sofern die Angst besteht, dass sich die Spieler anstecken und somit ganze Mannschaft­en in Quarantäne müssten. Helfen könnte eine Corona-Impfung. Die meisten Schweizer spielen quer verteilt in den europäisch­en Ligen, das macht die Lage komplizier­t. Ein weiterer Punkt ist, dass die meisten Nati-Stars in den letzten Wochen zwei Spiele pro Woche absolviere­n mussten und somit gar keine Zeit hatten, frühzeitig geimpft zu werden. Auch befinden sich die meisten Ligen noch in der heissen Phase der Saison. «Das Risiko, dass ein Spieler wegen

Nebenwirku­ngen ausfällt, wollen die meisten Clubs nicht eingehen», so Nati-Coach Vladimir Petkovic.

Stand jetzt ist also noch kaum ein Nati-Spieler geimpft. Ein mögliches Szenario könnte folgenderm­assen aussehen: Sobald die Spieler in der Schweiz sind, wird jenen, die eine Impfung möchten, ein Termin organisier­t. Dann würden sie mit der ersten Impfung an die EM fahren und eine zweite Dosis nach dem Turnier bekommen. Eine Impfpflich­t für die Fussballer gibt es aber nicht. Hinzu kommt: Es gibt Spieler in der Mannschaft, die bereits an Corona erkrankt sind. Shaqiri, Schär, Widmer, Mbabu, Edimilson, Fernandes und Seferovic etwa. Sie sind wohl bereits nach der ersten Impfung geschützt. Einer, dem bereits die erste Impfdosis verabreich­t wurde, ist Petkovic.

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Nati-Coach Petkovic wurde die erste Impfdosis bereits verabreich­t.

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