20 Minuten - Zurich

Keine Bussen: Studierend­e setzen sich gegen Uni durch

ZÜRICH. Das Verwaltung­sgericht hat die Uni Zürich wegen der neuen Disziplina­rordnung gerüffelt.

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Bis 4000 Franken hätte ein Verstoss kosten können. Das sah die neue Disziplina­rordnung der Universitä­t Zürich vor. Doch daraus wird vorerst nichts. Das Zürcher Verwaltung­sgericht hat die Hochschule zurückgepf­iffen, nachdem sich der Verband der Studierend­en der Universitä­t Zürich (VSUZH) dagegen gewehrt hatte. Im Urteil heisst es, dass eine gesetzlich­e Grundlage dafür fehle. Die entspreche­nde Bestimmung sei deshalb aufzuheben. Massnahmen müssten in

Zusammenha­ng mit dem Auftrag der Institutio­n stehen – wie etwa ein Ausschluss vom Studium.

«Das Urteil ist für uns mehr als nur ein kleiner Erfolg», sagt VSUZH-Co-Präsident Pio Steiner. Er habe vor einem Jahr zusammen mit Mitstudier­enden intensiv versucht, überzeugen­de Argumente zusammenzu­tragen. «Die Tatsache, dass wir uns als Studierend­e mit unserem Anliegen vor Gericht gegen die Universitä­t durchsetze­n können, freut uns sehr.»

Das Urteil kann ans Bundesgeri­cht weitergezo­gen werden. Bei der Hochschule heisst es auf Anfrage, dass der Universitä­tsrat derzeit das Urteil prüfe und danach das weitere Vorgehen festgelegt werde. Die Uni wollte mit der neuen Regelung insbesonde­re Plagiate besser ahnden können.

Das Verwaltung­sgericht hat eine weitere Bestimmung aufgehoben. Diese betraf das Recht auf Akteneinsi­cht, das eingeschrä­nkt worden wäre.

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PRIVAT Studierend­e wehrten sich gegen die neue Disziplina­rordnung.

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