YUNN­AN: DER HEISS BE­GEHR­TE PU-ERH-TEE

Animan Wunder der Welt - - KULINARISCHE WELTREISE -

Heu­te steigt die An­zahl der Pro­du­zen­ten. Um sich wie­der mehr den Ur­sprün­gen an­zu­nä­hern, ent­schei­den sich vie­le für ei­nen na­tür­li­chen, bio­lo­gi­schen An­bau, wie Xiao Peng in Meng­hai: «Hier wer­den sämt­li­che Ar­bei­ten von Hand aus­ge­führt, von der Ern­te bis hin zum Pres­sen der Fla­den mit­hil­fe ei­nes schwe­ren Steins. Un­se­re fünf Hekt­ar gros­sen Plan­ta­gen wer­den voll­stän­dig bio­lo­gisch be­wirt­schaf­tet. Se­hen Sie, ich kann die­se Knos­pe es­sen, wie sie ist. Ei­ne Wohl­tat für die Ge­sund­heit!», be­teu­ert der Er­zeu­ger, wäh­rend er das fri­sche Tee­blatt zer­kaut.

Von die­sen Tee­bäu­men der feuch­ten Wäl­der Yunn­ans stammt der sa­gen­haf­te Pu-Er­hTee, der be­gehr­tes­te in ganz Chi­na. Sei­ne alt­über­lie­fer­te Her­stel­lungs­me­tho­de macht ihn ein­zig­ar­tig. Er wird mit­tels Dampf fer­men­tiert und an­schlies­send in Fla­den oder Zie­gel ge­presst. Der Pu-Erh ist der ein­zi­ge Jahr­gangs­tee, der mit der Zeit an Gü­te ge­winnt und des­sen Preis für ei­nen Fla­den von 357 Gramm gut und gern ei­ni­ge tau­send Eu­ro er­zie­len kann. «Ein Pu-Erh soll­te min­des­tens fünf Jah­re ge­reift sein, da­mit er sei­ne Aro­men ent­fal­ten kann. Es gibt Zie­gel, die hun­dert Jah­re alt sind. Ich hat­te das Glück, an ei­nem 60-jäh­ri­gen schnup­pern zu dür­fen, doch das kommt sehr sel­ten vor…», sagt Jing Lu­jin, Ma­na­ger von Tea­tae, ei­nem gros­sen Tee­haus in Meng­hai, im Sü­den der Pro­vinz. «Durch sei­ne un­glaub­li­chen Fä­hig­keit, Fett zu ver­bren­nen, wird man nun zu­neh­mend auch im Wes­ten auf un­se­ren Tee auf­merk­sam. Man muss da­zu­sa­gen, dass er zu­nächst in der chi­ne­si­schen Me­di­zin An­wen­dung fand, be­vor er zu ei­nem All­tags­ge­tränk wur­de. Er steckt vol­ler po­si­ti­ver Ei­gen­schaf­ten…», fährt Jing Lu­jin fort. Der Pu-Erh soll auf­grund sei­nes ho­hen Sta­tin­ge­halts – die­sen hat er der lan­gen Fer­men­tie­rung und den Schim­mel­pil­zen zu ver­dan­ken – den Cho­le­ste­rin­spie­gel im Blut sen­ken.

HIER WER­DEN SÄMT­LI­CHE AR­BEI­TEN VON HAND AUS­GE­FÜHRT, VON DER ERN­TE BIS HIN ZUM PRES­SEN DER FLA­DEN MIT­HIL­FE EI­NES SCHWE­REN STEINS. UN­SE­RE FÜNF HEKT­AR GROS­SEN PLAN­TA­GEN WER­DEN VOLL­STÄN­DIG BIO­LO­GISCH BE­WIRT­SCHAF­TET. SE­HEN SIE, ICH KANN DIE­SE KNOS­PE ES­SEN, WIE SIE IST. EI­NE WOHL­TAT FÜR DIE GE­SUND­HEIT!

In der klei­nen Fa­b­rik von Herrn Xiao Peng, bei Meng­hai, wird der Pu-Erh-Tee noch nach über­lie­fer­ten Her­stel­lungs­ver­fah­ren in Hand­ar­beit pro­du­ziert. Nach dem Sor­tie­ren, Rös­ten oder Dämp­fen wer­den die Pu-Erh-Fla­den ge­presst, in Bam­bus­blät­tern ver­packt und an­schlies­send ins gan­ze Land ver­schickt.

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