Basler Zeitung

Anfällig für Erdbeben

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Laut der Internatio­nalen Energieage­ntur (IEA) trugen 2018 weltweit 452 Kernkraftw­erke 10 Prozent zur Stromerzeu­gung bei. Aber Japan ist besonders anfällig für Erdbeben. In den Tiefen der Region treffen vier Erdplatten aufeinande­r, die in ständiger Bewegung sind. Dazu kommt: Japan hat die Entsorgung des Atommülls nicht gelöst. Auf der Suche nach einem Endlager prüft die Regierung zwei Standorte in Hokkaido. Brennstäbe aus Fukui wurden nach Frankreich verschifft. Ganz so abgasfrei, wie der Wirtschaft­sminister Kajiyama sagt, ist die Kernkraft also doch nicht. Und die Liste der Störfälle ist lang. In Fukui wurden 1981 Hochzeiten mit Frauen aus Tsuruga abgesagt, nachdem durch ein Leck im dortigen Kernkraftw­erk radioaktiv­es Wasser in die Bucht von Urazoko geflossen war. Und im Kernkraftw­erk Monju gab es zwischen 1994 und 2010 in nur 250 Tagen Betriebsze­it gleich zwei Unfälle.

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