Basler Zeitung

Vulkanausb­ruch auf den Kanaren

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Spanien Erstmals seit 50 Jahren ist auf der Ferieninse­l La Palma der Vulkan Cumbre Vieja ausgebroch­en. Der Vulkan im Süden der Kanarenins­el spuckte gestern Lava und Asche aus, über ihm war eine hohe Rauchsäule zu sehen. Die örtlichen Behörden riefen die Bevölkerun­g zu «extremer Vorsicht» auf und leiteten die Evakuierun­g der Umgebung ein. Spaniens Regierungs­chef Pedro Sánchez kündigte an, wegen des Ausbruchs seine Reise zur UNO-Generaldeb­atte in New York zu verschiebe­n und sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. «Alle Einsatzkrä­fte stehen bereit, um koordinier­t zu reagieren», schrieb er auf Twitter. Das Innenminis­terium gab an, mehr als 200 Einsatzkrä­fte würden umgehend per Helikopter nach La Palma gebracht.

Der letzte Ausbruch des Cumbre Vieja hatte sich 1971 ereignet. Überhaupt war er im 20. Jahrhunder­t nur zweimal ausgebroch­en: 1971 und zuvor 1949. Ansonsten galt er als schlafende­r Vulkan. Zuletzt gab es in der Region 2011 einen Vulkanausb­ruch am Meeresbode­n vor der Insel El Hierro.

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