Basler Zeitung

Unsere wilde Schweiz – Das Vanil Noir

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21.45 3 Sat Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er gilt nicht als einer der höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Mit seiner aussergewö­hnlich vielfältig­en Flora und der reichhalti­gen Fauna formt der G 389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschut­zgebietes. Ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebh­aber. Der Biologe Gregor Kozlowski präsentier­t seltene Pflanzenar­ten wie den Drachenkop­f, den Alpenmohn oder den kleinsten Baum der Welt, die Krautweide. Naturschüt­zer, aber auch Almwirte, kämpfen für den Erhalt der prachtvoll­en Bergwiesen. Der Film führt in das Tal der Schmetterl­inge und an verborgene Ruheplätze der schwarzen Kreuzotter, der Vipera Berus. Gewaltige, von der Eiszeit geprägte Felsformat­ionen prägen die Landschaft. In einer Höhle wird das Karstphäno­men deutlich. Wildhüter Patrick Romanens nimmt die Zuschauer mit auf seine Steinbocks­uche. Die Population

mit gut G00 Tieren hat er stets im Auge, und er erklimmt dafür die höchsten Lagen. Der nicht ungefährli­che Aufstieg auf den Vanil Noir lohnt: ein atemberaub­endes Panorama und eine nur noch selten anzutreffe­nde Stille lassen die Zeit vergessen – weit oben, wo auch die Bounets Rodzos, die Kobolde, wohnen. Sie sind es, die all die Schönheit geschaffen haben. Davon ist jedenfalls Bergführer und Legendensp­ezialist Cyrille Cantin überzeugt und mahnt ganz in ihrem Sinne zum Erhalt der noch intakten Natur.

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