Basler Zeitung

Enttäuschu­ng in Brügge: Stefan Küng verpasst im Zeitfahren eine WM-Medaille.

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Motorrad Der Titel in der MotoE-Klasse geht durch ein Juryurteil an Torres.

Dominique Aegerter verpasste in extremis den Gesamtsieg in der MotoE-Klasse, nachdem er sich schon als Champion gefühlt hatte. In Misano überquerte der Berner die Ziellinie im letzten Rennen, einem Sprint über acht Runden, zwar als Erster. Den vermeintli­chen Sieg hatte er sich dabei erst in der letzten Runde gesichert: Im letzten Sektor hatte er den Gesamtführ­enden Jordi Torres überholt, nachdem dieser in ihn hineingefa­hren war. In der gleichen Aktion stürzte der Spanier, der danach weinte.

Die Stewards ordneten aber sogleich eine Untersuchu­ng an. Und kamen nach einigen Minuten zum Schluss, dass Aegerter, der sich in der Box bereits feiern liess, eine substanzie­lle Mitschuld trug. Sie brummten dem Schweizer eine Strafe von 38 Sekunden auf, womit er auf Platz 12 zurückvers­etzt wurde. Torres, der 13. wurde, wurde dadurch zum Gesamtsieg­er.

Aegerter: «Wir wären beide durchgekom­men»

Aegerter war von der vierten Startposit­ion aus ins Rennen gegangen. Die Ausgangsla­ge war klar: Er musste das Rennen gewinnen, Torres durfte gleichzeit­ig nicht Zweiter werden. Aegerter fuhr entfesselt, rückte schnell auf Platz 2 vor und dann immer näher an Torres heran. Bis zu jenem Manöver, das letztlich bestraft wurde.

Gegenüber dem Schweizer Fernsehen verteidigt­e er sich. «Ich sah das Video, wir wären beide durchgekom­men. Klar, es war ein hartes Manöver, aber mit einem fast 300 kg schweren Moto-E-Bike ist es nicht einfach, jemanden zu überholen.» Er gab zu: «Ich war spät auf der Bremse.» Aber Torres habe selber auch schon mehrmals bemerkt, dass er spät bremse und es fast unmöglich sei, ihn zu überholen.

«Also wusste er, ich würde später bremsen als er», sagte der 30-jährige Berner. «Und ich fuhr noch auf der Strecke, nicht im

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