Holz ist ein wich­ti­ger Part­ner

Berner Oberlander - - Vorderseite -

Wenn es um die Be­reit­stel­lung von Ener­gie für Wär­me und Käl­te geht, ist Holz ein wich­ti­ger Part­ner.

Kli­ma­wan­del und Hol­z­ener­gie: An der tra­di­tio­nel­len Hol­z­ener­gie­ta­gung von Beo Holz stan­den Aspek­te der Wäl­der als Wär­me­lie­fe­ran­ten im Zen­trum.

Treff­punkt für Un­ter­neh­mer, Be­hör­den und Wald­be­sit­zer war das Fern­heiz­werk Meiringen. In Be­trieb ge­nom­men wur­de es

1997/1998. Es war ei­ne Pi­lot­an­la­ge für die Nut­zung von ein­hei­mi­scher Hol­z­ener­gie, kon­zi­piert für Wär­me und Strom. 2014 wur­de sie für die Wär­me­pro­duk­ti­on er­neu­ert. Die Ka­pa­zi­tät ist so gross, dass auch das neue Fe­ri­en­dorf Meiringen an­ge­schlos­sen werden kann. Jähr­lich werden 20 000 Ku­bik­me­ter Holz­schnit­zel ver­feu­ert und rund 12 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den er­zeugt. «Die Wär­me braucht ei­nen neu­en Stel­len­wert», sag­te Ste­fan Balz­li, Ge­schäfts­füh­rer der Da­ch­or­ga­ni­sa­ti­on für er­neu­er­ba­re Ener­gie und Ener­gie­ef­fi­zi­enz (AEE Suis­se), nach der Be­sich­ti­gung im Saal der Pri­vat­kli­nik Meiringen. Die Bil­der da­zu: der un­heim­lich kurz wer­den­de Aletsch­glet­scher, dun­kel rau­chen­de Ka­mi­ne und un­sym­pa­thi­sche Herr­scher in Öl pro­du­zie­ren­den Län­dern. 2016 lag der An­teil der er­neu­er­ba­ren Ener­gie für die Wär­me­pro­duk­ti­on in der Schweiz nur bei zwan- zig Pro­zent. Sei­ne Vi­si­on: «Bis 2050 stammt die Ener­gie für die Be­reit­stel­lung von Wär­me und Käl­te zu hun­dert Pro­zent aus er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en.»

Holz, und das zeig­te Andre­as Keel von Hol­z­ener­gie Schweiz auf, ist da­bei ein be­währ­ter Part­ner: 2017 wur­den in der Schweiz 5,1 Mil­lio­nen Ku­bik­me­ter Holz ver­feu­ert, es könn­ten in Zu­kunft 7 bis 8 Mil­lio­nen sein. Bei der Pel­let­pro­duk­ti­on werden die Roh­stof­fe Sä­ge­mehl und Ho­bel­spä­ne knapp. Hans Zen­ger von der Fir­ma BEO-Pel­lets GmbH, die seit zwei Jah­ren beim St­ein­bruch in Ring­gen­berg Pel­lets pro­du­ziert, zeig­te auf, dass sie auch mit hun­dert Pro­zent re­gio­na­lem Wald­holz ge­macht werden kön­nen.

«Noch nicht am Ziel»

Na­tio­nal­rat Erich von Sie­ben­thal, Prä­si­dent von Beo Holz, sag­te: «Wir sind noch nicht am Ziel.» Platz­pro­ble­me der Wald­in­dus­trie möch­te er mit Bau­ten auf Wald­flä­chen ent­schär­fen. Für Chris­toph Am­mann als Ver­tre­ter des Kan­tons Bern, dem gröss­ten

«Bis 2050 stammt die Ener­gie für die Be­reit­stel­lung von Wär­me und Käl­te zu hun­dert Pro­zent aus er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en.»

Ste­fan Balz­li Ge­schäfts­füh­rer AEE Suis­se

Wald­ei­gen­tü­mer der Schweiz, trägt die­ser ei­ne be­son­de­re Ver­ant­wor­tung für ei­ne zu­kunfts­fä­hi­ge und nach­hal­ti­ge Wald­be­wirt­schaf­tung. «Es braucht ent­lang der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te – vom Holz­schlag bis zur Ver­ar­bei­tung – Pro­fes­sio­na­li­tät, In­no­va­ti­on, Ko­ope­ra­ti­on und Un­ter­neh­mer­geist», sag­te er. An­ne-Ma­rie Gün­ter

Fo­to: An­ne-Ma­rie Gün­ter

Blick ins In­ne­re des Fern­heiz­werks Meiringen, wo Holz zu Wär­me wird.

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