Ak­ten la­gen auf Trot­toir

Am Mitt­woch la­gen in der Ber­ner In­nen­stadt of­fen heik­le Kun­den­da­ten auf ei­nem Trot­toir rum. Ein Ver­si­che­rungs­be­ra­ter hat­te sie im Alt­pa­pier ent­sorgt.

Berner Oberlander - - Region -

Am Mitt­woch war in der Ber­ner In­nen­stadt Pa­pier- und Kar­ton­ab­fuhr. Ge­brauch da­von mach­te auch ei­ne Ver­si­che­rungs­be­ra­tungs­fir­ma. Sie ent­sorg­te al­ler­dings nicht ge­wöhn­li­ches Alt­pa­pier, wie «20 Mi­nu­ten» am Frei­tag be­rich­te­te. Auf dem Trot­toir lan­de­ten hoch­sen­si­ble Kun­den­da­ten – für je­der­mann of­fen ein­sicht­bar.

Um welche Fir­ma es sich han­del­te, war auf dem Pa­pier­sta­pel eben­falls er­sicht­lich. Das Un­ter­neh­men weist je­doch den Vor­wurf der un­sach­ge­mäs­sen Ent­sor­gung von sich. Der Vor­fall sei der Fir­ma nicht ein­mal be­kannt, heisst es in ei­nem Schrei­ben an «20 Mi­nu­ten». Ein be­triebs­in­ter­nes Sys­tem ver­hin­de­re, dass sol­che Da­ten in fal­sche Hän­de ge­ra­ten kön­nen. Man wol­le sich den­noch um die An­ge­le­gen­heit küm­mern, um die­se zu klä­ren.

Der Vor­fall sei je­doch klar ein Ver­stoss ge­gen das Da­ten­schutz­ge­setz, sag­te An­walt To­bi­as Her­ren zu «20 Mi­nu­ten». Im Fal­le ei­ner An­zei­ge muss die Fir­ma mit ei­ner Ver­ur­tei­lung und ei­ner Bus­se rech­nen. Han­delt es sich um ei­ne ein­ma­li­ge An­ge­le­gen­heit, hat sie we­nigs­tens vom Eid­ge­nös­si­schen Da­ten­schutz­be­auf­trag­ten nichts zu be­fürch­ten. sih

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