In An­leh­nung an John­ny’s Bar

Un­ter­se­en Pu­bli­ziert ist ge­gen­wär­tig ein Bau­pro­jekt, wel­ches das ge­wohn­te Bild des Spi­tals In­ter­la­ken de­fi­ni­tiv ver­än­dern wird. Der Alt­bau mit über 100-jäh­ri­gen Tei­len wird ab­ge­ris­sen.

Berner Oberlander - - Vorderseite - An­ne-Ma­rie Gün­ter

In­ter­la­ken Nach der Schlies­sung von John­ny’s will Da­ni­el Tschie­mer der Ju­gend wie­der ei­ne Aus­gangs­mög­lich­keit bie­ten. Dies an der Ru­gen­park­stras­se 24.

Seit 2012 wird das Spi­tal In­ter­la­ken in Un­ter­se­en, ge­baut im Jahr 1905, in­ten­siv er­neu­ert. 2023 soll es zu ei­nem Spi­tal­cam­pus mit ei­ner ge­stal­te­ten Um­ge­bung um­ge­baut sein. «Wir in­ves­tie­ren in die Zu­kunft», sagt Urs Geh­rig, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­lei­tung Spi­tä­ler FMI AG. Ak­tu­ell liegt auf der Ge­mein­de­ver­wal­tung Un­ter­se­en ei­ne Bau­pu­bli­ka­ti­on auf, die zeigt, dass jetzt ein sehr gros­ser Schritt be­vor­steht, der das über Jah­re ge­wohn­te Spi­tal­bild ra­di­kal ver­än­dern wird.

Es geht um den Ab­bruch des Haupt­ge­bäu­des und sei­nen Er­satz durch ei­nen Flach­dach­neu­bau mit ei­ner Glas-Me­tall-Fas­sa­de, kür­zer, aber acht Me­ter hö­her als der bis­he­ri­ge Bau. «Das al­te Spi­tal – Tei­le da­von sind über 100-jäh­rig – wird nicht mit ei­nem Lu­xus­bau er­setzt. Wir bau­en sehr kos­ten­be­wusst, aber ar­chi­tek­to­nisch an­spre­chend», sagt Geh­rig. Er er­wähnt als rea­li­sier­tes Bei­spiel den An­bau am Spi­tal Fru­ti­gen.

Neu­er Ein­gang

Ver­än­dern wird sich mit dem Neu­bau auch die Ein­gangs­si­tua­ti­on. Der Ein­gang wird sich auf der West­sei­te be­fin­den, mit ei­nem Wen­de­platz für den Bus und ei­nem mit Bäu­men ge­stal­te­ten Aus­sen­be­reich. Die Wan­de­rungs­sta­tis­tik des Kan­tons zei­ge, dass die Treue der ein­hei­mi­schen Be­völ­ke­rung zum Spi­tal gross sei und ten­den­zi­ell wach­se, sagt Geh­rig. «Mit der Er­neue­rung des Spi­tals kön­nen wir der Be­völ­ke­rung und den Pa­ti­en­ten et­was zu­rück­ge­ben und da­für sor­gen, dass ein be­darfs­ge­rech­tes Spi­tal zur Ver­fü­gung steht. An­de­rer­seits wol­len wir auch für Mit­ar­bei­ten­de at­trak­tiv blei­ben.» Da­zu könn­te bei­tra­gen, dass das Re­stau­rant und die Ca­fe­te­ria neu ge­baut wer­den. 280 Sitz­plät­ze (120 auf ei­ner Ter­ras­se), wer­den zur Ver­fü­gung ste­hen.

Am of­fe­nen Her­zen

Marc Scho­ri, Stell­ver­tre­ten­der Bau­ver­wal­ter in Un­ter­se­en, sagt beim Zei­gen der Plä­ne: «Ich könn­te mir vor­stel­len, dass der Bau so et­was wird wie ei­ne Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Her­zen.» Die Ab­läu­fe sind ge­plant: Da die Spi­tal­kü­che kom­plett er­neu­ert wird, brauchts ei­ne gros­se Con­tai­ner­kü­che

«Das al­te Spi­tal wird nicht mit ei­nem Lu­xus­bau er­setzt.»

Urs Geh­rig Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­lei­tung Spi­tä­ler FMI AG

mit ei­nem di­rek­ten Zu­gang zum Bet­ten­haus. Ein­be­zo­gen wird die In­fra­struk­tur im Heim Weis­senau. Der Ab­bruch er­folgt in Etap­pen, die Nut­zer zie­hen manch­mal um, be­vor sie im de­fi­ni­ti­ven Stand­ort ein­zie­hen kön­nen. Ei­ni­ge Nut­zun­gen im Neu­bau sind noch nicht ge­nau de­fi­niert. Ge­plant hat die An­la­ge nach ei­nem Ar­chi­tek­tur­wett­be­werb die Brüg­ger Ar­chi­tek­ten Thun. Rea­li­siert wer­den soll auch der Neu­bau für ein Zen­trum Psych­ia­trie mit ei­ner Kri­sen­in­ter­ven­ti­ons­kli­nik. Da­für ist ein Zu­gang un­ter der Weis­sen­au­stras­se vor­ge­se­hen. Ak­tu­ell wird über­legt, wie die Si­gnaletik aus­se­hen soll, da­mit al­le den künf­ti­gen Cam­pus Spi­tal fin­den und sich dar­auf zu­recht­fin­den.

Bei den be­reits rea­li­sier­ten gros­sen Pro­jek­ten gab es noch Bei­trä­ge aus dem kan­to­na­len Spi­ta­ler­neue­rungs­fonds, für die künf­ti­gen Gross­pro­jek­te ist ein An­teil an Fremd­mit­teln vor­ge­se­hen.

Fo­to: An­ne-Ma­rie Gün­ter

Der Alt­bau mit sei­nen ty­pi­schen Bal­ko­nen, rechts im Bild mit den Pro­fi­len für den Neu­bau.

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