30 000 Fran­ken für Kampf ge­gen den Tran­sit­platz

Gam­pe­len Die Ab­sicht des Kan­tons, ei­nen be­fris­te­ten Tran­sit­platz ein­zu­rich­ten, kommt nicht gut an.

Berner Oberlander - - Region - Ste­phan Kün­zi

Die De­bat­te um den Tran­sit­platz für aus­län­di­sche Fah­ren­de in Gam­pe­len be­gann an der Ge­mein­de­ver­samm­lung von ges­tern Abend be­reits im Trak­tan­dum 1. Un­ge­ach­tet des­sen, dass die Be­hör­de die ent­spre­chen­de In­for­ma­ti­on erst auf das spä­te Trak­tan­dum 10 an­ge­setzt hat­te und zum Auf­takt das Bud­get dis­ku­tie­ren woll­te: Er be­an­tra­ge, führ­te ein hör­bar ver­är­ger­ter Vo­tant aus, für den Kampf ge­gen das Pro­jekt 30000 Fran­ken in den Vor­an­schlag auf­zu­neh­men. Lan­ge sei er da­von aus­ge­gan­gen, so der Vo­tant wei­ter, dass man in die­ser Fra­ge mit dem Kan­ton ei­ne güt­li­che Lö­sung fin­den wer­de. Heu­te stel­le er fest, dass die Ge­mein­de­ver­samm­lung zum Platz rein gar nichts zu sa­gen ha­be und le­dig­lich In­fos zu hö­ren be­kom­me.

In der Ab­stim­mung be­zog die Ver­samm­lung ein ers­tes Mal klar Po­si­ti­on ge­gen den Tran­sit­platz: Mit gros­sem Mehr bei ein paar we­ni­gen Ent­hal­tun­gen nah­men die 83 An­we­sen­den das Geld ins Bud­get auf.

Statt­hal­te­rin Fran­zis­ka Steck ver­such­te zwar, die Be­den­ken mit dem Hin­weis zu zer­streu­en, dass der Platz nur vor­über­ge­hend sein wer­de. Sie er­in­ner­te da­ran, dass die Re­gie­rung zu Han­den des Gros­sen Ra­tes ge­ra­de erst 3,3 Mil­lio­nen Fran­ken für ei­nen de­fi­ni­ti­ven Platz in Wi­le­rol­ti­gen ge­spro­chen hat. Klein heis­se 20 bis 30 Wohn­wa­gen, prä­zi­sier­te sie, und pro­vi­so­risch heis­se, für zwei Jah­re. Das sei ei­ne Be­din­gung des Ge­mein­de­ra­tes ge­we­sen.

Ge­mein­de­rat Eric Dietrich be­ton­te der­weil, dass man den Platz nicht ge­sucht ha­be. Sie kön­ne sich aber nicht da­ge­gen stem­men, wenn der Kan­ton als gros­ser Land­be­sit­zer an Gam­pe­len den­ke, wenn er ein Are­al brau­che. In zä­hen Ver­hand­lun­gen sei es ge­lun­gen, den Tran­sit­platz weit weg an die Gren­ze zu drü­cken.

In der Dis­kus­si­on be­kam Re­gie­rungs­rä­tin Evi Al­le­mann ihr Fett weg. Ei­ne Vo­tan­tin kam er­neut auf den TCS­Cam­ping zu spre­chen, klag­te, dass die­sel­be Re­gie­rungs­rä­tin Gam­pe­len die­sen Ort weg­neh­me und die Ge­mein­de da­mit um zah­len­de Gäs­te brin­ge. Gleich­zei­tig schi­cke sie nun Fah­ren­de, die man nicht wol­le.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.