Bun­des­rat be­fin­det den UNO-Flücht­lings­pakt als gut

Berner Oberlander - - Schweiz -

Re­so­lu­ti­on Der Bun­des­rat hat den UNO-Flücht­lings­pakt ge­prüft und für gut be­fun­den. Die Schweiz wird ei­ner Re­so­lu­ti­on da­zu an der UNO-Ge­ne­ral­ver­samm­lung in New York zu­stim­men. Er ha­be das Aus­sen­de­par­te­ment (EDA) be­auf­tragt, die Stän­di­ge Mis­si­on der Schweiz ent­spre­chend an­zu­wei­sen, teil­te der Bun­des­rat am Frei­tag mit.

Beim Flücht­lings­pakt han­delt es sich nicht um den Mi­gra­ti­ons­pakt, der in den ver­gan­ge­nen Wo­chen für Dis­kus­sio­nen ge­sorgt hat. Im Un­ter­schied zum Mi­gra­ti­ons­pakt be­zieht sich der Flücht­lings­pakt auf Per­so­nen, die dem Schutz der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on un­ter­ste­hen. Bei­de ge­hen auf ei­ne Er­klä­rung der UNO-Ge­ne­ral­ver­samm­lung von 2016 zu­rück. Das Ziel ist es, die in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit zu Flucht und Mi­gra­ti­on zu stär­ken. Der Flücht­lings­pakt ver­fol­ge vier Zie­le, schreibt der Bun­des­rat. Das ers­te Ziel ist Hil­fe für Län­der wie Ugan­da oder den Li­ba­non, die vie­le Flücht­lin­ge auf­neh­men. Das zwei­te Ziel sieht ei­ne be­son­de­re Un­ter­stüt­zung von Län­dern in den be­trof­fe­nen Re­gio­nen vor, die sich für die wirt­schaft­li­che und so­zia­le In­te­gra­ti­on der Flücht­lin­ge ein­set­zen. Das drit­te Ziel ist ei­ne ge­rech­te­re Tei­lung der Last und Ver­ant­wor­tung bei der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen, das vier­te die För­de­rung der Rück­kehr. Das ent­spre­che den In­ter­es­sen der Schweiz.

Der Flücht­lings­pakt wird von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung im Rah­men der jähr­li­chen Re­so­lu­ti­on über die Ar­beit des UNHCR ge­neh­migt. Der Mi­gra­ti­ons­pakt wird nächs­te Wo­che an ei­ner Kon­fe­renz in Mar­ra­kesch for­mell ver­ab­schie­det. Die Schweiz nimmt da­ran nicht teil.

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