Stür­mer Men­de­lin ver­gleicht, Trai­ner Jans­son for­dert

Berner Oberlander - - Sport -

Wie­der Welt­meis­ter­schaft, wie­der Prag, wie­der Halb­fi­nal, wie­der ge­gen Schwe­den. Patrick Men­de­lin hat das al­les schon er­lebt. Es war vor zehn Jah­ren, sei­ne ers­te WM, sein ers­ter Auf­tritt vor gros­ser Ku­lis­se in der O2-Are­na, und nach fünf Mi­nu­ten ge­lang dem Jungspund das 1:0 für die Schweiz. Am En­de setz­te sich der Fa­vo­rit 3:2 nach Ver­län­ge­rung durch. Men­de­lin (31) spricht von «bru­ta­len Emo­tio­nen», ei­nem «prä­gen­den Er­leb­nis». Nun steht der An­grei­fer er­neut im Schwei­zer Ka­der. Nur Mat­thi­as Hof­bau­er ver­fügt über mehr Er­fah­rung. Men­de­lin, wäh­rend Jah­ren Füh­rungs­spie­ler beim Se­ri­en­meis­ter Wi­ler-Er­si­gen und ein Fix­punkt im Slot auf Schwei­zer Uni­ho­ckey­fel­dern, be­strei­tet den Meis­ter­schafts­all­tag mitt­ler­wei­le in der zweit­höchs­ten Li­ga für Ba­sel. Trotz­dem hat er es ins Team ge­schafft, «weil er ei­ner der cle­vers­ten Spie­ler im Land und ein Le­a­der­typ ist», sagt Trai­ner Da­vid Jans­son.

Cle­ver­ness wür­de den Schwei­zern heu­te (19 Uhr) im Halb­fi­nal gut an­ste­hen, Ef­fi­zi­enz so­wie­so. Im Vier­tel­fi­nal ge­gen Nor­we­gen wä­re die Mann­schaft trotz kla­rer Über­le­gen­heit bei­na­he ge­schei­tert (3:2 nach Ver­län­ge­rung). «Es braucht ei­ne deut­li­che Stei­ge­rung», sagt Men­de­lin.

Den Schwe­den nä­her­ge­rückt

Im Vor­feld des Tur­niers ver­wen­de­ten die Be­tei­lig­ten im­mer wie­der den Be­griff «Ma­xi­mal­leis­tung». Men­de­lin sagt: «Die gros­se Her­aus­for­de­rung ist nun, dass je­der im Halb­fi­nal sei­ne ma­xi­ma­le Leis­tung er­reicht.» Trai­ner Jans­son sagt: «Die Schwei­zer WM-Teams der letz­ten Jah­re ha­ben sich nicht eben da­durch aus­ge­zeich­net, dass sie sich in­ner­halb ei­nes Tur­niers gross stei­gern konn­ten. Nun müs­sen wir das tun. Es ist Zeit, ‹all in› zu ge­hen – für je­den.»

Trotz durch­zo­ge­ner Leis­tung der Equi­pe ist Men­de­lin zu­ver­sicht­lich. Er zieht ei­nen Ver­gleich: «2008 pass­te der Plan per­fekt, aber der Qua­li­täts­un­ter­schied war zu gross. Nun stimmt der Plan er­neut – und punk­to Qua­li­tät sind wir den Schwe­den nä­her­ge­rückt.»

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