Sie ar­bei­tet für das Wohl der Tie­re

Mein Job Ma­non Gug­gis­berg aus Kauf­dorf macht die Aus­bil­dung zur Tier­me­di­zi­ni­schen Pra­xi­s­as­sis­ten­tin. Ein Be­ruf mit vie­len Fa­cet­ten.

Berner Oberlander - - Forum - Ra­pha­el Ha­dorn Ma­non Gug­gis­berg Gre­gor Schmid Kom­post­git­ter mit Fo­lie. 2 Ein­trit­te für das Wein­schiff Schreib­pult, ide­al für Schü­ler. Kin­der­bü­cher Tan­dem­ve­lo für Stu­den­tin, Ki­no­stuhl oder Ki­no­ses­sel. Mo­fa. Ker­zen­wachs. Ta­schen­bü­cher», Mo­tor­säg

Die Be­sit­zer strei­cheln ih­ren ge­lieb­ten Hund, wäh­rend er die fi­na­le Sprit­ze er­hält und für im­mer ein­schla­fen wird. Ma­non Gug­gis­berg as­sis­tiert da­bei dem Tier­arzt. Die 18-Jäh­ri­ge macht in der Tier­kli­nik Thun ei­ne Aus­bil­dung zur Tier­me­di­zi­ni­schen Pra­xi­s­as­sis­ten­tin (TPA). «Manch­mal muss auch ich die ei­ne oder an­de­re Trä­ne ver­drü­cken», sagt sie ganz of­fen. Trotz dem Wis­sen, dass die Eut­ha­na­sie für das Tier oft ei­ne Er­lö­sung ist. Zu sehr lei­det sie mit den Be­sit­zern mit. Es gibt in ih­rem Be­ruf aber auch ge­gen­tei­li­ge Emo­tio­nen. Ma­non Gug­gis­berg er­in­nert sich an ei­nen Hus­ky, der mit vie­len Be­cken­brü­chen in der Tier­kli­nik Thun ge­lan­det ist. Fünf Mo­na­te spä­ter sah sie ihn per Zu­fall auf dem Park­platz der Tier­klink. Er konn­te mit­hil­fe ei­nes «Gst­ält­li» wie­der lau­fen. «Tie­re kön­nen nicht Mer­ci sa­gen, sol­che Erlebnisse sind des­halb be­son­ders emo­tio­nal.»

Un­be­re­chen­ba­re Tie­re

Mit den Hun­den Gas­si ge­hen und die Zwin­ger der hos­pi­ta­li­sier­ten Tie­re put­zen. So fängt um 7.30 Uhr der Ar­beits­tag al­ler TPA-Ler­nen­den in der Tier­kli­nik Thun an. Da­nach ge­hen sie je­ner Ar­beit nach, wel­cher sie im Di­enst­plan zu­ge­teilt sind. Ma­non Gug­gis­berg

TPA-Ler­nen­de, 3. Lehr­jahr

ist ei­ne von sie­ben Aus­zu­bil­den­den. Die Kauf­dor­fe­rin be­fin­det sich im drit­ten und so­mit letz­ten Lehr­jahr. «Die Ar­beit mit den sta­tio­nä­ren ‹Gäs­ten› ge­fällt mir am bes­ten, weil ich dann in stän­di­gem Kon­takt mit den Tie­ren bin», sagt sie. Bis zu ei­nem ge­wis­sen Punkt kön­ne man ler­nen, die Tie­re zu le­sen, «aber in Stress­si­tua­tio­nen blei­ben sie un­be­re­chen­bar.» Und ja, sie sei auch schon mal ge­bis­sen wor­den, von ei­ner Kat­ze. «Wie ei­gent­lich al­le mei­ne Be­rufs­kol­le­gen.»

Hier, im Un­ter­ge­schoss, ver­ab­reicht sie den Pa­ti­en­ten auf An­wei­sung der Ärz­te Me­di­ka­men­te, nimmt ih­nen Blut oder be­rei­tet sie aufs Rönt­gen oder ei­ne Ope­ra­ti­on vor. Zu­dem müs­sen die Hy­gie­ne­plä­ne ein­ge­hal­ten wer­den. Das heisst, es ist auch im­mer mal wie­der Putz­ar­beit ge­fragt.

Ler­nen bei Ope­ra­tio­nen

Zwi­schen 10 und 25 Tie­re sind in der Tier­kli­nik Thun im Schnitt hos­pi­ta­li­siert. Mehr­heit­lich Hun­de und Kat­zen. Aber auch an­de­re Klein­tie­re wie Ka­nin­chen, Hams­ter, Meer­schwein­chen oder Rep­ti­li­en. Da kann es schon mal laut wer­den. Et­wa dann, wenn ein Hund den gan­zen Tag bellt und im schlech­tes­ten Fall die an­de­ren Tie­re da­mit «an­steckt». «Da kommst du dann nach der Ar­beit nach Hau­se und willst ein­fach nur noch Ru­he.»

Rund ei­nen Mo­nat im Vor­aus er­fährt Ma­non Gug­gis­berg je­weils, an wel­chem Tag sie in wel­cher Ab­tei­lung ar­bei­tet. «Im ers­ten Lehr­jahr wird man oft im Ope­ra­ti­ons­saal ein­ge­teilt. Hier pro­fi­tiert man zu Be­ginn am meis­ten, lernt viel über Ana­to­mie», er­in­nert sie sich zu­rück. Und auch da­ran, dass sie ei­ni­ge Ma­le fast ihn Ohn­macht ge­fal­len ist. «Ich kann am Mor­gen nichts es­sen, brin­ge zum Früh­stück nichts run­ter, und wenn man dann gleich bei ei­ner Ope­ra­ti­on as­sis­tie­ren muss, bei der viel Blut fliesst…»

Nie al­lein im La­bor

Rund fünf­zig Mit­ar­bei­ten­de be­schäf­tigt die gröss­te Tier­kli­nik im Kan­ton Bern. Den Kun­den ste­hen ne­ben den all­ge­mei­nen tier­me­di­zi­ni­schen Dienst­leis­tun­gen auch Spe­zia­lis­ten in den Ge­bie­ten Chir­ur­gie, Or­tho­pä­die, in­ne­re Me­di­zin, Der­ma­to­lo­gie, Kar­dio­lo­gie,

Lei­ter Tier­kli­nik Thun

Exo­ten­me­di­zin und Re­ha (Phy­sio­the­ra­pie, Chi­ro­prak­tik, Aku­punk­tur und Os­teo­pa­thie) zur Ver­fü­gung. Über 15 000 Un­ter­su­chun­gen, 4000 Nar­ko­sen und 2000 Ope­ra­tio­nen wer­den jähr­lich durch­ge­führt.

Am An­fang ei­ner je­der Dia­gno­se steht oft ei­ne Blut­ent­nah­me in ei­nem der Pra­xis­räu­me. Ma­non Gug­gis­berg hält ein jun­ges Bü­si fest, re­det ihm gut zu. Es wur­de ge­fun­den, in der Tier­kli­nik ab­ge­ge­ben und sucht nun ein neu­es Da­heim. «Die Ver­su­chung, her­ren­lo­se Tie­re mit nach Hau­se zu neh­men, ist gross», weiss die Ler­nen­de nur zu gut. Das ent­nom­me­ne Blut kommt schliess­lich ins La­bor im Un­ter­ge­schoss. Auch hier ar­bei­tet Ma­non Gug­gis­berg ab und zu. Im­mer un­ter Auf­sicht. «Ein Feh­ler könn­te weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen ha­ben», be­grün­det sie.

Wie in ei­ner Te­le­fon­zen­tra­le

«Tier­kli­nik Thun, Ma­non Gug­gis­berg.» Te­le­fon­dienst ge­hört eben­falls zum Job­pro­fil der Ler­nen­den. Und das Te­le­fon klin­gelt non­stop. «Wie in ei­ner Te­le­fon­zen­tra­le. An ei­nem Mon­tag­mor­gen ha­be ich ein­mal 120 An­ru­fe ent­ge­gen­ge­nom­men.» Am Te­le­fon wer­den Ter­mi­ne ver­ein­bart, aber auch Kun­den be­ra­ten. «Die Tier­be­sit­zer sind sehr un­ter­schied­lich. Ei­ni­ge ru­fen we­gen des kleins­ten Hus­tens ih­res Vier­bei­ners an, an­de­re war­ten fast zu lan­ge, bis sie sich bei uns mel­den.» Ge­nau so wie ei­ni­ge Kun­den, die ihr Tier we­gen ei­ner Ba­ga­tel­le ein­schlä­fern las­sen wol­len, wäh­rend an­de­re ihr letz­tes Hemd für ih­re Lieb­lin­ge her­ge­ben wür­den. Fast so wich­tig wie der Um­gang mit Tie­ren ist für ei­ne TPA des­halb der Um­gang mit Men­schen. «Ich bin em­pa­thisch, kann mich sehr gut in Leu­te hin­ein­ver­set­zen», ant­wor­tet Ma­non Gug­gis­berg auf die Fra­ge, was denn ih­re gröss­te Stär­ke sei. Mü­he be­kun­det sie hin­ge­gen mit Kun­den, die un­freund­lich, un­ge­dul­dig oder so­gar ag­gres­siv wer­den. Et­wa am Emp­fang, wo sie auch re­gel­mäs­sig ein­ge­teilt ist.

Auf dem Weg zur Tier­ärz­tin

Ne­ben der Ar­beit in der Kli­nik be­sucht Ma­non Gug­gis­berg an ei­nem Tag pro Wo­che die Be­rufs­schu­le. «Rönt­gen, La­bor, Sprech­stun­de und Tier­me­di­zin sind die wich­tigs­ten Fä­cher», sagt sie. Zu­sätz­lich macht die Kauf­dor­fe­rin den Vor­kurs für die Be­rufs­ma­tur. Ihr Fern­ziel: Tier­ärz­tin wer­den. Sie will des­halb nach der Leh­re die Be­rufs­ma­tur ma­chen, da­nach die Pas­se­rel­le, wel­che zur Auf­nah­me an der Uni be­rech­tigt. «Ma­non ist ei­ne schlaue, ge­wis­sen­haf­te, ru­hi­ge und gut or­ga­ni­sier­te Mit­ar­bei­te­rin, ich traue ihr die­sen Wer­de­gang durch­aus zu», lobt Kli­nik­lei­ter Gre­gor Schmid die Ler­nen­de. Und so ist es gut mög­lich, dass in ein paar Jah­ren Ma­non Gug­gis­berg im Ope­ra­ti­ons­saal nicht mehr as­sis­tiert, son­dern sich as­sis­tie­ren lässt.

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«Manch­mal muss auch ich die ei­ne oder an­de­re Trä­ne ver­drü­cken.»

— mit Rät­sel­ge­schich­ten oder Rät­sel­kri­mis.

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— fahr­be­reit oder auch in de­fek­tem Zu­stand. 078 737 95 90

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Diverses

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«Sie ist ei­ne schlaue, ge­wis­sen­haf­te, ru­hi­ge und gut or­ga­ni­sier­te Mit­ar­bei­te­rin.»

Für — Ge­fun­den:

Sil­ber. Nä­he Bern­tor. 033 336 58 41

Fo­tos: Ni­co­le Phil­ipp

Dem Pa­ti­en­ten gut zu­re­den: Ma­non Gug­gis­berg (rechts) as­sis­tiert Tier­ärz­tin San­dra Schall­ber­ger bei der Blut­ent­nah­me.Ma­trat­ze,Tin­ten­pa­tro­nen,Tief­küh­lerBett­so­fa zum Aus­zie­hen.Span und Sä­ge­mehl Sau­ger.Mul­ti­funk­ti­ons­dru­cker,4 Ess­tisch Stüh­le,Bett,Schrank,Da­men­ju­pes,Han­dra­sen­mä­her.

«Tier­kli­nik Thun, Ma­non Gug­gis­berg»: Te­le­fon­dienst und die Ar­beit am Emp­fang ge­hö­ren eben­falls zum Stel­len­pro­fil ei­ner Pra­xi­s­as­sis­ten­tin.Al­te Holz­lei­ter und al­ter Fens­ter­la­den mit be­weg­li­chen La­mel­len. Für De­ko auf dem Markt oder zu Hau­se.079 646 66 17— Mein Sohn hat Pins zum Sam­meln ent­deckt. Hat je­mand ein paar üb­rig? 079 294 31 89An­hän­ger,Ket­te mit Zahl­rei­che wei­te­re SMS fin­den Sie un­ter www.sms.ber­n­er­zei­tung.ch Was wir nicht pu­bli­zie­ren, sind Ver­kaufs und Kon­takt SMS. Zu­dem ver­mit­teln wir kei­ne Tie­re.

Ope­ra­ti­on vor­be­rei­ten: Ma­non Gug­gis­berg trifft die letz­ten Vor­keh­run­gen, ehe der Pa­ti­ent (noch im Zwin­ger) nar­ko­ti­siert wird.

Im La­bor: Blut­pro­be un­ter dem Mi­kro­skop.

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