EHC Thun war stets ei­nen Schritt vor­aus

Eis­ho­ckey Der ers­te Sieg im neu­en Jahr ist für den EHC Thun ein Be­frei­ungs­schlag. Nach dem 3:1 über Ba­sel ha­ben die Ober­län­der fünf Run­den vor Schluss sie­ben Punk­te Re­ser­ve auf den Trenn­strich.

Berner Oberlander - - Front Page - Ju­li­an Seidl

Eis­ho­ckey Nach fünf Mi­nu­ten führ­te Thun ge­gen Ba­sel 1:0. Den Sieg lies­sen sich die Thu­ner nicht mehr neh­men. Es war ein Be­frei­ungs­schlag.

Flo­ri­an Lü­thi nimmt die Schei­be an, fasst sich ein Herz und spe­diert sie in Rich­tung Bas­ler Schluss­mann Da­mi­an Os­ter­wal­der. Die­ser lässt den Puck pas­sie­ren, wor­auf er an den In­nen­pfos­ten und von dort zu­rück ins Feld spickt, wo ihn Yves Lo­renz in der 51. Mi­nu­te nur noch zum 3:1 für die Thu­ner ein­zu­schie­ben braucht. Auf­at­men auf­sei­ten der Haus­her­ren, grosse Auf­re­gung bei den Bas­lern. Ent­täuscht knallt Go­a­lie Os­ter­wal­der sei­nen Stock auf das Eis. Ver­ständ­lich, denn die Bas­ler hät­ten in den letz­ten knapp vier­zig Mi­nu­ten ge­nug Ge­le­gen­hei­ten ge­habt, um zu­rück ins Spiel zu fin­den.

Gu­ter Start der Thu­ner

Doch wa­ren es eben nur de­ren vier­zig und nicht sech­zig Mi­nu­ten. Das ers­te Drit­tel ge­hör­te den Thu­nern. Es war kein Zu­fall, dass Yan­nick Gu­gel­mann die Heim­mann­schaft nach gut fünf Mi­nu­ten 1:0 in Führung schoss. Die Bas­ler wirk­ten de­fen­siv des­or­ga­ni­siert, spiel­ten oft­mals das Spiel­ge­rät ir­gend­wo ins Nir­gend­wo. Wenn sie Pech hat­ten, stand dort gera­de ein Thu­ner, der von so ei­nem Aus­set­zer ei­gent­lich mehr hät­te pro­fi­tie­ren sol­len. Da­zu kam es aber nicht, was man dem Team von Chris­toph Schenk vor al­lem im ers­ten Ab­schnitt zum Vor­wurf ma­chen muss. Nichts­des­to­trotz do­mi­nier­te Thun die ers­te Be­geg­nung der bei­den Mann­schaf­ten in die­ser Spiel­zeit wei­ter und er­ziel­te in der 13. Mi­nu­te dann ver­dient durch Fabian Boss das 2:0.

Nach Wie­der­auf­nah­me der Par­tie im zwei­ten Drit­tel wa­ren die Thu­ner die ers­te Mi­nu­te in dop­pel­ter Über­zahl. Ziel: das 3:0. «Klar wä­re es schön ge­we­sen, wenn wir die­se Ge­le­gen­heit hät­ten nut­zen kön­nen. Wir ha­ben es ein­fach zu we­nig gut ge­macht», sag­te Schenk nach der Par­tie. Statt­des­sen ver­lor sei­ne Equi­pe kurz da­nach den Fo­kus. Die Bas­ler ver­kürz­ten ih­rer­seits im Po­wer­play. Die Gäs­te wa­ren nach dem 1:2 zu­rück im Spiel. Trotz­dem reich­te es Thun wie ein­gangs er­wähnt zum ers­ten Sieg im Jahr 2019, was im Kampf um die Play­off-Plät­ze ei­nem Be­frei­ungs­schlag gleich­kommt. «Es ist wich­tig, dass wir die­sen Dri­ve in die kom­men­den Spie­le mit­neh­men kön­nen, um am Schluss un­ter den ers­ten acht zu ste­hen», er­klär­te Schenk.

Fo­to: Mar­kus Grun­der

Yan­nick Gu­gel­mann (links) – hier ge­gen Ba­sels Fabian St­ein­mann – er­ziel­te das 1:0.

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