On­line­pran­ger für Po­li­zis­ten

Berner Oberlander - - Region -

An­ony­me Ak­ti­vis­ten ha­ben zu Be­ginn des Jah­res ei­ne On­line­platt­form ein­ge­rich­tet, auf der sie die Be­völ­ke­rung da­zu auf­ru­fen, Po­li­zei­ein­sät­ze zu fil­men. Die Vi­de­os kön­nen auf der Web­site mit dem Na­men «Po­li­ce the Po­li­ce» hoch­ge­la­den wer­den. Da­durch er­hof­fen sich die Be­trei­ber ei­ne bes­se­re Kon­trol­le der Po­li­zei, die in ih­ren Au­gen un­ge­nü­gend ist. Der Zeit­punkt der Auf­schal­tung dürf­te kein Zu­fall sein. So fin­det doch am 10. Fe­bru­ar die Ab­stim­mung über das neue kan­to­na­le Po­li­zei­ge­setz statt, ge­gen das lin­ke Par­tei­en und Grup­pie­run­gen auf die Bar­ri­ka­de ge­hen. Berns Si­cher­heits­di­rek­tor Re­to Nau­se sieht dar­in denn auch ei­ne «Stim­mungs­ma­che vor der Ab­stim­mung», wie er in ei­nem «Bund»-Ar­ti­kel sagt. Dass Links­ak­ti­vis­ten nach Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Po­li­zei un­ver­pi­xel­te Bil­der von Po­li­zis­ten im In­ter­net ver­öf­fent­li­chen, ist nicht neu – und recht­lich zu­min­dest um­strit­ten. Nau­se wit­tert ge­mäss «Bund» zu­dem Will­kür und ein gros­ses Po­ten­zi­al zur Ver­brei­tung von Fäl­schun­gen.

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