WIA wehrt sich ge­gen Vor­wür­fe

Das Lau­ber­horn­ren­nen und Bru­no Ker­nen: Zwei Le­gen­den. Was sagt der Sie­ger von 2003 zum lau­fen­den Seil­zie­hen?

Berner Oberlander - - Vorderseit­e -

Be­woh­ner dürf­ten das Heim nicht ver­las­sen, kei­ne Be­su­cher emp­fan­gen und müss­ten be­reits um 18 Uhr im Bett lie­gen: Es sind hap­pi­ge An­schul­di­gun­gen, mit de­nen sich die Lei­tung des Al­ters­heims Hoh­mad­park der Woh­nen im Al­ter AG (WIA) kon­fron­tiert sieht. Die Vor­wür­fe stam­men von der Be­kann­ten ei­ner Heim­be­woh­ne­rin, die sich bei die­ser Zei­tung ge­mel­det hat. WIA-Ge­schäfts­lei­ter Ste­phan Fried­li de­men­tiert, dass im Hoh­mad­park fak­tisch ein Aus­geh­ver­bot herr­sche.

Patt­si­tua­ti­on zwi­schen den Ver­an­stal­tern des le­gen­dä­ren Lau­ber­horn­ren­nens und dem Schwei­zer Ski­ver­band Swiss Ski: Ers­te­re wol­len mehr Geld, letz­te­re wei­gern sich, mehr zu be­zah­len. Die Fron­ten sind ver­här­tet, es droht nach 90 Jah­ren das En­de des Tra­di­ti­ons­ren­nens. Stim­men kri­ti­sie­ren das Vor­ge­hen des Schwei­zer Ver­ban­des Swiss-Ski, an­de­re fra­gen sich, wie­so die Lau­ber­horn-Or­ga­ni­sa­to­ren der­art an der Tra­di­ti­on fest­hal­ten und Schlüs­sel­stel­len wie den Hund-schopf nicht bes­ser ver­mark­ten, um an feh­len­de Gel­der zu kom­men.

Auch der ehe­ma­li­ge Welt­cup­fah­rer Bru­no Ker­nen, der im Jahr 2003 das Lau­ber­horn­ren­nen ge­won­nen hat­te und nach dem heu­te gar die Kur­ven­kom­bi­na­ti­on nach dem Alp­weg be­nannt ist, macht sich sei­ne Ge­dan­ken zum Seil­zie­hen zwi­schen den Lau­ber­horn-Ver­an­stal­tern und dem Ski­ver­band: «Mir ist sehr wich­tig zu be­to­nen, dass ich mir nie an­mas­sen wür­de, ein Ur­teil zu bil­den, wer was falsch und rich­tig macht, zu­mal ich die De­tails gar nicht ken­ne. Aber es ist lei­der ei­ne klas­si­sche Si­tua­ti­on, wie sie im­mer wie­der vor­kom­men kann, wenn zwei Par­tei­en auf­ein­an­der tref­fen, die sich nicht ei­nig wer­den.»

«Wer­be­bo­gen wür­de nie­man­dem weh­tun»

Ker­nen ver­mu­tet, dass bei­de Sei­ten ein tak­ti­sches Ge­plän­kel ver­an­stal­ten und mit dem Sä­bel ras­seln, um die Ge­gen­sei­te da­zu zu be­we­gen, ei­nen Schritt zu ma­chen. «Über die Wich­tig­keit des Ren­nens müs­sen wir nicht dis­ku­tie­ren, denn die Wert­schöp­fung für das gan­ze Ober­land ist enorm. Der Ski-Welt­cup wür­de zwar auch oh­ne Lau­ber­horn wei­ter­ge­hen, aber das wä­re nicht mehr das­sel­be – ver­gleich­bar mit ei­ner For­mel 1 oh­ne Mo­na­coRen­nen.» Zu ei­ner mög­li­chen künf­ti­gen Ver­mark­tung ei­ner Schlüs­sel­stel­le wie des Hund­schopfs sagt Bru­no Ker­nen: «Ich bin da­für, dass Tra­di­tio­nen be­ste­hen blei­ben. Wenn nun aber auf dem Hund­schopf oben noch ein Wer­be­bo­gen ste­hen wür­de, wür­de das nie­man­dem weh­tun. Dies zeigt sich am Bei­spiel der Ver­an­stal­ter von Kitz­bü­hel, wel­che heu­te an Stel­len wie der Haus­berg­kan­te Bö­gen in­stal­lie­ren. Für die Fah­rer ist das Durch­fah­ren ei­nes sol­chen Tor­bo­gens und das Hin­aus­sprin­gen in die Lee­re so­gar cool.»

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