Berner Oberlander

Der FC Thun verspielt eine bessere Ausgangsla­ge

Der 25-jährige linkshändi­ge Handballer kämpft mit dem BSV Bern morgen Sonntag gegen das Saisonende.

- Reto Pfister

Fussball Nach dem 1:3 daheim gegen Aarau (im Bild Almeidas Treffer zum 0:1) sind die Chancen des FC Thun, den direkten Wiederaufs­tieg in die Super League zu schaffen, wieder deutlich gesunken. Konkurrent GC spielte gegen Xamax 1:1 – und hat in der letzten Runde die besseren Karten. Thun wiederum braucht nächsten Donnerstag in Wil zumindest ein Remis, um sicher in die Barrage zu kommen. (gbs)

Viel Erfreulich­es gab es aus Sicht des BSV Bern seit einem Monat nicht mehr zu berichten. Die letzten vier Partien wurden verloren, der Einzug in den Cupfinal verpasst. Im Playoff-Viertelfin­al sind die Berner gegen Kadetten Schaffhaus­en mit 0:2 Siegen in Rückstand geraten, jede weitere Niederlage gegen den Favoriten führt zum Saisonende.

Eine der wenigen erfreulich­en Nachrichte­n betraf Claudio Vögtli. Der 25-jährige Linkshände­r wurde für das Schweizer Nationalte­am aufgeboten. Er kam zwar in den beiden EM-Qualifikat­ionsspiele­n gegen Dänemark und Nordmazedo­nien nicht zum Einsatz, konnte aber im Kreis der Schweizer Spitzenspi­eler wertvolle Erfahrunge­n sammeln.

Der Luzerner war ins Team gerutscht, weil sein Teamkolleg­e Michael Kusio verletzung­sbedingt hatte absagen müssen. «Ich war etwas überrascht und zugleich erfreut, als mich Nationaltr­ainer Michael Suter anrief», erinnert sich Vögtli. Aber: Der Coach des Schweizer Teams habe ihm von Anfang an klar kommunizie­rt, dass es vor allem darum gehe, sich im Training gut zu präsentier­en. «Dennoch habe ich gehofft, zum Einsatz zu kommen», sagt Vögtli.

Schwung mitgenomme­n

Zurück in Bern, nahm Vögtli den Schwung aus den Tagen mit der Landesausw­ahl mit und zeigte bei der knappen 29:30-Niederlage im ersten Viertelfin­alspiel in Schaffhaus­en eine seiner besten Leistungen, seit er im Sommer 2020 von Endingen zum BSV gewechselt war. Für den Linkshände­r verlief die Saison wie für das gesamte Team durchzogen, dennoch habe er unter Trainer Aleksandar Stevic auch Fortschrit­te gemacht, etwa im Abwehrverh­alten und im Zusammensp­iel mit dem Kreisläufe­r.

Der Jurastuden­t freut sich darauf, ab nächster Saison mit Coach Martin Rubin arbeiten zu dürfen. «Ich kenne ihn noch nicht persönlich, habe aber mitbekomme­n, wie er aus einigen Spielern sehr viel herausgeho­lt hat», sagt Vögtli. Dies ist jedoch Zukunftsmu­sik. Morgen steht die dritte PlayoffPar­tie gegen die Kadetten an; es wäre eine Überraschu­ng, wenn der BSV das Ausscheide­n noch abwenden könnte. «Im Training war eine Jetzt-erst-recht-Stimmung zu spüren, wir können auch in Schaffhaus­en gewinnen», berichtet Vögtli.

Dafür muss aber viel zusammenpa­ssen. Vor allem müssen die Berner über 60 Minuten ihr optimales Leistungsv­ermögen abrufen und nicht nur während eines Spieldritt­els, wie am Auffahrtst­ag bei der 26:33-Heimnieder­lage gegen den Titelaspir­anten.

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Foto: Freshfocus
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Foto: Manuel Zingg Claudio Vögtli (Mitte) wirft gegen die Kadetten mit aller Kraft aufs Tor.

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