Ent­schei­dend ist der spar­sa­me Um­gang

Berner Zeitung (Emmental) - - Region -

Aus­ge­wie­se­ne CO -Ein­spa­run­gen hin­ter­fra­gen

So­lan­ge der Ener­gie­ver­brauch nicht sinkt, sind die CO2-Ein­spa­run­gen glo­bal be­trach­tet frag­lich. Z.B. wird die Wär­me­pum-pe im Win­ter mit Strom be­trie­ben. Im Win­ter ste­hen Pho­to­vol­ta­ik- oder Was­ser-Strom we­ni­ger zur Ver­fü­gung. So lau­fen Wär­me­pum­pen oft mit Atom- Ga­so­der Koh­le­strom. Be­trach­ten wir den Ener­gie­be­darf ei­ner Wär­me­pum­pe ge­samt­haft: in ei­nem Kraft­werk wird aus ei­nem Pri­mär­ener­gie­trä­ger Strom her­ge­stellt. Da­bei ge­hen rund 2/3 der ein­ge­setz­ten Res­sour­cen in Form von Pro­duk­ti­ons­ver­lus­ten ver­lo­ren. Das ver­blei­ben­de Drit­tel wird für den Be­trieb der Wär­me­pum­pe

2

ein­ge­setzt. So be­trach­tet ist der Ener­gie­ein­satz für ei­ne Wär­me­pum­pe ähn­lich wie bei ei­ner Öl­hei­zung. Nur ent­steht der Ein­druck, dass sie spar­sa­mer sei, weil mit 1/3 Strom­ein­satz 2/3 Um­ge­bungs­wär­me ge­won­nen wer­den kann.

Wird ei­ne Wär­me­pum­pe al­lei­ne mit Koh­le­strom be­trie­ben, so sind die CO2E­mis­sio­nen hö­her als bei der Öl­hei­zung.

Hei­zungs­er­satz oft ef­fek­tivs­te Mass­nah­me

Aus den obi­gen Aus­füh­run­gen geht her­vor, dass das Ein­spa­ren von Ener­gie tat­säch­li­chen Um­welt­schutz dar­stellt. Re­du­zier­ter Ener­gie­ver­brauch be­deu­tet ei­ne re­el­le Re­duk­ti­on von CO -Emis­sio­nen. Der Wär­me­pum­pe in äl­te­rem Ge­bäu­de

Wird ei­ne Wär­me­pum­pe in ei­nem äl­te­ren, we­nig iso­lier­ten Ge­bäu­de ver­baut, so ist der Auf­wand für die Be­reit­stel­lung der Wär­me hö­her als bei ei­ner Öl­hei­zung. Es braucht mehr Kreis­läu­fe bei der Wär­me­pum­pe, bis die Wär­me be­reit­ge­stellt ist, wo­mit der Strom­ver­brauch hö­her aus­fällt. Ru­fen wir uns die oben er­wähn­ten Zusammenhänge der Strom­pro­duk­ti­on in Er­in­ne­rung, so wird bald klar, dass die CO2-Emis­sio­nen in sol­chen Fäl­len durch­aus hö­her lie­gen kön­nen, als wenn ein sol­ches Haus mit ei­ner Öl­hei­zung be­heizt wird.

Im End­ef­fekt ist al­so je­des Ob­jekt mit sei­nen Ei­gen­hei­ten zu be­trach­ten und auf­grund der Ge­ge­ben­hei­ten, das rich­ti­ge Sys­tem ein­zu­set­zen, um die op­ti­ma­le Lö­sung für den Geld­beu­tel und das Kli­ma zu er­zie­len.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.