Gra­tis ans Mär­li-Mu­si­cal

Berner Zeitung (Emmental) - - Forum - Er­win Roos, Oli­ver Jag­gi, Hans Mei­er, Hans Mei­er, Sef­ti­gen Ur­su­la Hir­si­ger, Pe­ter Stucki

So­lan­ge Bäu­me nicht spre­chen kön­nen, müs­sen sie ih­re Bot­schaft eben auf ei­ne an­de­re Art ver­brei­ten: Lie­be ge­ben, Lie­be neh­men. Den Men­schen und der Na­tur.

Schi­cken Sie uns Ih­re Fo­tos an re­dak­ti­on@ber­n­er­zei­tung.ch. In der Zei­tung pu­bli­zier­te Bil­der wer­den mit 50 Fran­ken ho­no­riert. sämt­li­che Vor­stös­se. So wer­den die Steu­er­de­lin­quen­ten mit Samt­hand­schu­hen be­han­delt. Es liegt im In­ter­es­se der Mit­bür­ger(in­nen), die per Lohn­aus­weis be­steu­ert wer­den, dass Ver­mö­gen­de end­lich ge­recht be­steu­ert wer­den. «Viel steht auf dem Spiel»

Es pro­fi­tie­ren nur we­ni­ge ge­winnstar­ke Un­ter­neh­men, die klei­nen KMU ge­hen leer aus. Aber vor al­lem ist vie­len Men­schen nicht be­wusst, dass sie die Kos­ten für die Ge­schen­ke tra­gen. Denn durch die Lö­cher in den Kas­sen droht ei­ne wei­te­re Ab­bau­run­de: Spa­ren bei Schul­kin­dern, we­ni­ger Geld für Be­hin­der­te und Spitex, Leis­tungs­ab­bau im Ge­sund­heits­be­reich, ge­schlos­se­ne Sport­plät­ze, Schwimm­bä­der, Kul­tur­lo­ka­le, un­re­no­vier­te Schul­häu­ser.

Es steht für uns al­le viel auf dem Spiel. Di­ver­se Aus­ga­ben

Zur Ab­stim­mung über die So­zi­al­de­tek­ti­ve

Ob­ser­va­ti­on auf dem Berg Ver­si­che­run­gen wol­len sich vor Leis­tun­gen drü­cken. Die Wahr­heit in­ter­es­siert da­bei nicht. Wenn «De­tek­ti­ve» ent­spre­chen­de «Be­wei­se» lie­fern, kön­nen sie mit wei­te­ren Auf­trä­gen rech­nen, sonst nicht. Bei mei­ner Frau mit schwe­ren Hirn­ver­let­zun­gen schrieb ihr der Haft­pflicht­ver­si­che­rer so­gar ei­nen Droh­brief, um sich vor den Leis­tun­gen zu drü­cken. Ein aus­ge­mus­ter­ter «Po­li­zist» be­kam von der Ver­si­che­rung den Auf­trag zur Ob­ser­vie­rung. Er ver­folg­te uns bis auf den Be­tel­berg. Aus ei­nem 45-mi­nü­ti­gen Spa­zier­gang mit lan­ger Ru­he­pau­se kon­stru­ier­te der «Ob­ser­vie­rer» ei­ne «Berg­wan­de­rung», wor­auf die Ver­si­che­rung mei­ner Frau «recht­li­che Schrit­te» an­droh­te und die Zah­lun­gen strich. Nie­mand un­ter­stützt IV-Be­trü­ger, aber wir soll­ten auch Miss­brauch und frag­wür­di­ge «Ob­ser­vie­run­gen» be­kämp­fen. Zur Ab­stim­mung über die So­zi­al­de­tek­ti­ve

Aus­ga­be vom 8. No­vem­ber «Pfle­ge­initia­ti­ve ab­ge­lehnt»

Not­stand in der Pfle­ge

Die Pfle­ge­initia­ti­ve wur­de oh­ne Ge­gen­vor­schlag mit der Be­grün­dung, «die Pfle­ge sei ge­si­chert», ab­ge­lehnt. Wie kann ei­ne Pfle­ge ge­si­chert sein, wenn die Pfle­gen­den den Be­ruf nicht mehr aus­üben? Ist sich der Bun­des­rat be­wusst, dass die­se Ent­schei­dung von Per­so­nen ge­trof­fen wor­den ist, wel­che ge­nug Geld ha­ben? Wel­che ei­ne Pri­vat­ver­si­che­rung ha­ben? Der Pfle­ge­not­stand ist vor­han­den, die letz­ten Jah­re wur­de nichts un­ter­nom­men. Wer pflegt, wenn die Pfle­gen­den nicht mehr kön­nen?

Der Bun­des­rat ver­schliesst die Au­gen vor der Tat­sa­che. Wir von der Pra­xis se­hen die Zu­stän­de tag­täg­lich, müs­sen mit dem le­ben. Das Par­la­ment soll­te das Pro­blem ernst neh­men und nicht bei der Ge­sund­heit spa­ren. Än­dert sich nichts, wird es frü­her oder spä­ter To­te ge­ben. Di­ver­se Aus­ga­ben

Zur Ab­stim­mung über das Bud­get in Mün­chen­buch­see

Ver­ant­wor­tungs­los

Das Par­la­ment von Mün­chen­buch­see hat be­schlos­sen, die Steu­ern für das kom­men­de Jahr nicht zu sen­ken. Ei­ne Steu­er­sen­kung tönt zwar sym­pa­thisch, ist aber in der mo­men­ta­nen Si­tua­ti­on ver­ant­wor­tungs­los. Von die­ser Sen­kung wür­den ja in ers­ter Li­nie die Gut­ver­die­nen­den pro­fi­tie­ren. Ei­ne Ab­leh­nung des Bud­gets wür­den vor al­lem die Fa­mi­li­en mit Schul­kin­dern spü­ren. Skur­ri­le Fi­gu­ren und tief­sin­ni­ge Fra­gen: Das ver­spricht das Mär­li-Mu­si­cal-Thea­ter mit sei­ner ak­tu­el­len Pro­duk­ti­on «Bast­lo­naut Ba­sil und das grosse Glück». Krä­he Kräh­bek­ka, der gröss­te Pech­vo­gel der Welt, will das Glück bes­ser ver­tei­len. Bei Ba­sil und sei­ner Fa­mi­lie wird sie je­doch nicht fün­dig: Der Va­ter sitzt im Ge­fäng­nis, der Mut­ter wur­de die Gei­ge ge­stoh­len, und zu al­lem Übel müs­sen sie auch noch ihr Haus ver­las­sen. Ba­sil ver­kriecht sich und bas­telt an sei­nem Raum­schiff, das plötz­lich mit der Hil­fe von Krä­he Kräh­bek­ka und dem Pu­bli­kum in den Welt­raum ab­hebt. So be­ge­ben sie sich auf die Su­che nach dem Glück. In der Milch­stras­se und im schwar­zen Loch tref­fen sie auf al­ler­lei Ge­stal­ten, die mei­nen, das grosse Glück ge­pach­tet zu ha­ben. Aber sieht Glück wirk­lich so aus?

Als das Raum­schiff mit­ten im Wel­tall den Geist auf­gibt, wird es brenz­lig. Schliess­lich keh­ren die Hel­den zu­rück auf die Er­de. Im Ge­päck die Er­kennt­nis: Wer Glück hat, ist nicht un­be­dingt glück­lich, aber wer glück­lich ist, hat Glück. Die­se Zei­tung ver­lost zwei Fa­mi­li­en­ein­trit­te für je vier Per­so­nen für die Vor­stel­lung am 18. No­vem­ber um 14.30 Uhr im Thea­ter­saal Na­tio­nal (Wert pro Pa­ket: 130 Fran­ken). Wer ge­win­nen möch­te, schreibt bis Di­ens­tag, 13. No­vem­ber, um 12 Uhr ei­ne Mail an re­dak­ti­on@ber­n­er­zei­tung. ch (Ver­merk: Mär­li-Mu­si­cal). Bit­te ge­ben Sie Ih­ren voll­stän­di­gen Na­men, Ih­re Adres­se und Ih­re Te­le­fon­num­mer an.

Fo­to: Ja­ni­ne Sie­gen­tha­ler, Her­zo­gen­buch­see

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