Win­ter­sport

Berner Zeitung (Emmental) - - Sport - Mar­co Opp­li­ger

Ski al­pin

Sla­lom in Adel­bo­den

1. Mar­cel Hir­scher (AUT)

2. Clé­ment No­ël (FRA)

3. Hen­rik Kristof­fer­sen (NOR) 1:47,37 + 0,50 + 0,71

4. Pin­tur­ault (FRA) 0,73. 5. Zen­häu­sern 0,97.

6. Ko­le­ga (CRO) 1,97. 7. Muf­f­at-Je­an­det (FRA) 1,98. 8. Yu­le 2,05. 9. Gran­ge (FRA) 2,20. 10. Ha­da­lin (SLO) 2,22. – 25. Nef 10,17. – Out: Schmi­di­ger (SUI), Aer­ni (SUI). – Nicht im 2. Lauf:

41. Si­mo­net 2,59. 56. Von Grü­ni­gen 4,01. – Out im 1. Lauf: Meil­lard (SUI), Rochat (SUI).

Rie­sen­sla­lom in Adel­bo­den

1. Mar­cel Hir­scher (AUT)

2. Hen­rik Kristof­fer­sen (NOR)

3. Tho­mas Fa­n­a­ra (FRA)

4. Pin­tur­ault (FRA) 1,56. 5. Kran­jec (SLO) 1,62.

6. Ford (USA) 1,79. 7. Schwarz (AUT) 2,31.

8. Muf­f­at-Je­an­det (FRA) 2,36. 9. G. Ca­vie­zel 2,59. 10. Oder­matt 2,68. – 14. Meil­lard (SUI) 3,84. – Nicht im 2. Lauf: 31. No­ger 2,87.

35. Zurbrig­gen 3,01. 54. Rey­mond 5,46. – Im 1. Lauf out: Tum­ler (SUI).

Pre­daz­zo. Ski­sprin­gen. Sonn­tag: 1. Ku­ba­cki (POL) 271,1 P. (129,5 m/131,5 m). 2. Kraft (AUT) 257,2 (124,5/122,5). 3. Stoch (POL) 256,9 (120,0/128,5). – 6. Ei­sen­bich­ler (GER) 250,3 (121,0/133,0). 7. Ko­ba­ya­shi (JPN) 249,2 (128,0/122,5). 9. Am­mann 242,9 (122,0/135,0). 11. Pei­er 240,2 (121,5/130,5).

Sams­tag: 1. Ko­ba­ya­shi (JPN) 315,0 Punk­te (135 m/136 m). 2. Ku­ba­cki (POL) 288,5 (122/131,5). 3. Stoch (POL) 282,9 (121,5/133,5). – 9. Pei­er 269,3 (118,5/130,5). 15. Am­mann 265,2 (117,5/129,5).

Stand (13/29): 1. Ko­ba­ya­shi 1092. 2. Stoch 624. – 15. Pei­er 205. 27. Am­mann 104.

Ski Free­style

Font Ro­meu (FRA). Welt­cup. Slope­style: Män­ner: 1. Hall (USA) 92,11. 2. Lan­ge­vin (CAN) 90,27. 3. Ra­gett­li 89,06. – wei­te­re Schwei­zer:

9. Wi­li 79,82. 11. Gub­ser 78,02. 27. Schuler 65,25. 28. Hun­zi­ker 62,75. 35. Mo­rel 59,00. Stand (2/6): 1. Hall 129. – 5. Ra­gett­li 105. Frau­en: 1. Ho­eff­lin 78,52. 2. Gu (USA) 78,03.

3. Tan­no 74,54. – Stand (2/6): 1. Ho­eff­lin 180.

2. Gu 104. – 4. Tan­no 100.

Snow­board

Kreisch­berg. Slope­style. Män­ner: 1. Rois­land (NOR) 88,75. 2. Corning (USA) 84,75.

3. Ku­ni­ta­ke (JPN) 83,86. – Fer­ner (in den Halb­fi­nals): 11. Hu­ber 71,31. 12. Thö­nen 71,26.

15. Sut­ter 66,48. – Stand (2/5): 1. Ots­u­ka (JPN) 1500. – 10. Thö­nen 510. 15. Hu­ber 360. Frau­en: 1. Onits­u­ka (JPN) 85,33. 2. Gas­ser (AUT) 85,10. 3. No­rendal (NOR) 67,81.

4. Can­dri­an 65,81. – Fer­ner (nicht im Fi­nal der Top 6): 8. De­rungs 58,38. 15. So­mai­ni 26,26.

17. Bur­ri 21,06. – Stand (2/5): 1. Onits­u­ka 2000. – 9. Can­dri­an 500. 14. De­rungs 320. Wie auf Schie­nen: An Mar­cel Hir­scher gibt es im Mo­ment kein Vor­bei­kom­men. Fe­de­rer ge­gen Na­dal, Sen­na ge­gen Prost, Ali ge­gen Fo­re­man. Pa­cken­de Du­el­le ge­hö­ren zum Ein­zel­sport, sie sind qua­si das Salz in der Sup­pe. Ski al­pin stellt da kei­ne Aus­nah­me dar, man den­ke nur an Klam­mer ge­gen Rus­si. Je­de Ge­ne­ra­ti­on hat ih­re Aus­nah­me­kön­ner, die am meis­ten In­ter­es­se ge­ne­rie­ren, das Ge­sche­hen fest im Griff ha­ben. Im ak­tu­ells­ten Fall heis­sen sie Hen­rik Kristof­fer­sen und Mar­cel Hir­scher. An den bei­den führt in den tech­ni­schen Dis­zi­pli­nen kein Weg vor­bei. Wo­bei die Hier­ar­chie klar ge­re­gelt ist: Hir­scher ist der Do­mi­na­tor, Kristof­fer­sen sein ärgs­ter Her­aus­for­de­rer.

In Adel­bo­den lässt sich der Ös­ter­rei­cher die Sie­ge 8 und 9 no­tie­ren, es han­delt sich um ei­nen neu­en Re­kord. Kei­nem an­de­ren Fah­rer ist es je ge­lun­gen, so oft am sel­ben Ort zu ge­win­nen.

Rang 10 nach dem ers­ten, Aus­fall im zwei­ten Lauf – wie füh­len Sie sich?

Gar nicht so schlecht. Es ist bit­ter, was pas­siert ist, aber Ein­fäd­ler gibt es nun mal im Sla­lom. Ich hat­te ein­ein­halb gu­te Läu­fe, ich griff an, weil der Ab­stand zum Po­dest ge­ring war. Wich­tig ist, dass ich mich wie­der fri­scher füh­le und lo­cke­rer fah­re.

Fehl­te die­se Lo­cker­heit in den ers­ten Mo­na­ten der Sai­son?

Es sah in den Ren­nen schön aus bei mir, dum­mer­wei­se aber ist die schö­ne nicht die schnel­le Li­nie. Ich hat­te mehr­mals kein son­der­lich gu­tes Ge­fühl, kam nicht rich­tig vom Fleck. Der ers­te Lauf

Dem Nor­we­ger der­weil bleibt mit den Rän­gen 2 und 3 ein­mal mehr das Nach­se­hen.

Ein Glücks­ge­fühl, viel Frust

Hir­schers Do­mi­nanz ist aus­ser­ge­wöhn­lich. Vier von fünf Rie­sen­sla­loms und vier von fünf Sla­loms hat er in die­ser Sai­son ge­won­nen, da­zu auch im Par­al­lel­rie­sen­sla­lom von Al­ta Ba­dia re­üs­siert. Der 29-Jäh­ri­ge aus Salz­burg fährt in ei­ner ei­ge­nen Li­ga, das kann für die Kon­kur­renz sehr zer­mür­bend sein. Ge­ra­de wenn man wie Kristof­fer­sen meist der­je­ni­ge ist, der sich di­rekt hin­ter dem Platz­hirsch ein­reiht. In den letz­ten bei­den Win­tern schaff­te es der 24-Jäh­ri­ge ein ein­zi­ges Mal, sei­nen Dau­er­ri­va­len zu dü­pie­ren.

Als er am Sams­tag nach dem Rie­sen­sla­lom­klas­si­ker am Chue­nis­bär­g­li zur Me­di­en­kon­fe­renz an­zu­tre­ten hat­te, gab er sich äus­serst zu­ge­knöpft. Freu­de über

den Po­dest­platz? Fehl­an­zei­ge! Dem Jour­na­lis­ten der Schwei­ze­ri­schen De­pe­schen­agen­tur, der es schliess­lich wag­te, ihm ei­ne Fra­ge zu stel­len, raun­te er an­ge­säu­ert zu: «Es wi­dert mich an, im­mer auf Mar­cel und mei­ne zwei­ten Plät­ze an­ge­spro­chen zu wer­den. Ich ha­be 50 Po­dest­plät­ze und 16 Sie­ge.»

Wie ei­ne Ma­schi­ne

24 St­un­den spä­ter ist Kristof­fer­sens Lau­ne un­gleich bes­ser. Zwar wie­der­holt sich das Pro­ze­de­re, ihm bleibt im Sla­lom hin­ter Hir­scher und dem über­ra­schen­den Clé­ment No­ël «nur» Rang 3. Doch er re­agiert dar­auf er­staun­lich ge­las­sen: «Die Ge­schwin­dig­keit ist da, aber mit sol­chen Feh­lern kannst du Mar­cel im Mo­ment nicht be­zwin­gen.»

Wie recht er hat. Nach dem ers­ten Lauf be­leg­te Hir­scher Rang 3, mit 39 Hun­derts­teln Rück­stand auf den Füh­ren­den

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