Berner Zeitung (Emmental)

Ein Jahr später

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Als vor einem Jahr wegen Corona keine Gottesdien­ste mehr stattfinde­n konnten, beschriebe­n wir in einer Serie, was Pfarrerinn­en und Pfarrer verschiede­ner Emmentaler Kirchgemei­nden in ihrem Alltag erlebten. Ein Jahr später sind zwar Gottesdien­ste mit bis zu 50 Personen möglich, aber die Pandemie ist immer noch allgegenwä­rtig. Wir wollen erneut wissen, wie es den Menschen im Emmental geht und welche Antworten die damals interviewt­en Pfarrerinn­en und Pfarrer auf ihre Fragen haben. Bereits erschienen sind aus Langnau: «Sie spüren, dass Gott ihnen Gutes tut»; aus Burgdorf: «Die drückende Trauer nimmt einem den Schnauf»; aus Sumiswald: «Man hat nichts, auf was man sich freuen kann»; aus Utzenstorf: «Wir sind als Kirche gefragt»; aus Trub: «Ohne Pandemie wäre das nicht möglich gewesen».

Angebot gehört. «Auf diese Weise erreichen wir viel mehr Menschen als in der Sonntagspr­edigt», freut sich Elisabeth Kiener.

Überhaupt hat sich in der Krise ihre Überzeugun­g gestärkt: «Wir müssen nicht nur darüber nachdenken, wie wir mit noch mehr Angeboten Menschen in die Kirche holen können. Wichtiger ist es, dass die Kirche zu den Menschen geht.» Schliessli­ch lebe sie vom Zusammense­in, von den Begegnunge­n und von Beziehunge­n. In der Krise hat Elisabeth Kiener – neben dem Leiterwage­n stehend – erfahren, wie gut es tut, «wenn man im Alltag mit jemandem ein paar ermutigend­e Worte wechseln kann».

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