Berner Zeitung (Emmental)

Nun ist Thun wieder unter Zugzwang

Der FC Thun unterliegt 1:3 gegen Aarau und liegt vor der letzten Runde einen Punkt hinter GC. Verlieren die Thuner am nächsten Donnerstag in Wil, droht sogar Platz 3 statt die Barrage.

- Peter Berger

In der hektischen Schlusspha­se ging es drunter und drüber. Die Thuner Grégory Karlen, Chris Kablan oder Hiran Ahmed schossen aus allen Lagen. Nach dem 1:2 durch Captain Nicola Sutter (81.) schien plötzlich das Unentschie­den wieder möglich. Schliessli­ch besiegelte Fca-topskorer Filip Stojilkovi­c den Thuner Nuller in der 92. Minute.

Trotz der Niederlage bleibt jedoch in der letzten Runde alles möglich. Weil GC bei Xamax 1:1 spielte, liegen die Zürcher nur einen Zähler vor den Oberländer­n. Die Hoppers treffen am nächsten Donnerstag auf Kriens, das sich gegen Winterthur definitiv den Ligaerhalt gesichert

«Wir haben es noch immer in den eigenen Füssen, die Barrage zu erreichen.» Dominik Schwizer

Der Thuner Assistgebe­r ist allerdings in Wil gesperrt.

hat. Auf der anderen Seite laufen die Thuner Gefahr, vom gestrigen Gegner noch überholt zu werden. Dann nämlich, wenn sie in Wil verlieren und der FCA zu Hause Stade Lausanne-ouchy bezwingt. So würden die Aarauer wegen des besseren Torverhält­nisses die Barrage bestreiten und den FCT auf Rang 3 verdrängen.

Die Thuner verpassten eine bessere Ausgangsla­ge nicht bloss in der Schlusspha­se. Vor allem in der ersten Halbzeit ging nichts. Die Gastgeber agierten viel zu passiv. «Wir fanden den Zugriff aufs Spiel nicht, in der Offensive fehlten uns die Lösungen», meinte Kablan. Auch Dominik Schwizer bestätigte diese Aussage: «Aarau agierte taktisch gut. Erst nach der Pause bekamen wir das Zentrum in den Griff.»

Kablan verneinte, dass die Mannschaft nervös gewesen sei. «Warum auch? Wir standen nicht unter absolutem Zugzwang.» Schwizer dagegen gab zu, dass eine gewisse Nervosität und etwas Druck vorhanden gewesen seien: «Aber das ist eigentlich immer der Fall.»

Duo gesperrt

Wie auch immer. «Wir haben es noch immer in den eigenen Füssen, die Barrage zu erreichen», betont Schwizer. Der beste Assistgebe­r

wird allerdings fehlen. Nach der Verwarnung ist er in Wil ebenso gesperrt wie Verteidige­r Nikki Havenaar. «Ich kassiere in dieser Saison vier Gelbe Karten, drei davon zeigt mir dieser Schiedsric­hter. Das kann doch nicht sein», ärgert sich Schwizer über Referee Luca Cibelli.

Trainer Carlos Bernegger wird nicht bloss Gesperrte ersetzen müssen, sondern wohl auch Nias

Hefti. Der Rechtsvert­eidiger musste gestern bereits nach 20 Minuten mit einer Knieverlet­zung ausgewechs­elt werden.

Doch auch wenn die personelle­n Vorzeichen nicht gut stehen, bleibt für den FC Thun wie erwähnt weiterhin alles möglich. Und in dieser verrückten Challenge-league-saison würde eine neuerliche Wende im Rennen um den Aufstieg eigentlich niemanden erstaunen.

 ?? Foto: Freshfocus ?? Die Aarauer mit Doppeltors­chütze Mickael Almeida (M.) jubeln, den Thunern bleibt nur der Frust.
Foto: Freshfocus Die Aarauer mit Doppeltors­chütze Mickael Almeida (M.) jubeln, den Thunern bleibt nur der Frust.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland